FeedEhrenpforte
BaukunstBau-Lexikon 1881

Ehrenpforte, l., Ehrenthor, n. improvisirter Triumphbogen, blos für einen feierlichen Einzug od. dgl. bestimmt, daher blos leicht gebaut. Meist bestehen die Eten nur aus einem Gerüst von unbehauenem Holz, mit Stoffen u. Blumenranken dekorirt; sehr fehlerhaft ist es, sie mit bemaltem Papier zu bekleiden, welches selbst durch einen leichten, kurzen Regen sofort ruinirt wird. Fahnen, Kränze, einige Inschriften, Trophäen, Statuen aus Gips od. gipsgeträntten Geweben etc. können mit gutem Erfolg zu der Dekoration verwendet werden. In der Hauptform bilde man sie den Triumphbogen oder mittelalterlichen Thoren nach, aber in leichten, dem Material angemessenen Verhältnissen und mit mehr malerischer als architektonischer Gestaltung der Details. Fig. 1507. Eichenblatt aus dem Straßburger Münster.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 198Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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