Fensterkreuz, bei schmalen Fin wenigstens Weitstab (transom), bes. in Frankreich und rücken die Gewände nun wieder an. die Mauern. Um diese Zeit fand auch das Glas allgemeine Anwendung, welches von den Römern im zu Fun verwendet ward buntes Glas kommt Jahrh. vor, um 400 an der Paulskirche vor mehrfarbige Scheiben, um 480 dergl. mit bunten grünem Glas, 534 an der Sophienkirche, Merovinger Childebert in Paris, während es mderseits vielfach, wohl aus finanziellen Gründen, bei dirchenbauten, bald darauf auch bei Profanbauten, den ünn gearbeiteten und dadurch durchscheinenden oder auch urchlöcherten Steinplatten (s. Alabastrina, Dalle und Lengite) weichen mußte. Ziemlich das späteste Beispiel olcher Fensterplatten, frz. dalles transparentes, ist am Thurm des Domes von Valencia (ca. 1270). Diefrühesten datiren aus dem 5. u. 6. Jahrh., daneben kommen unter Leo III. (795—-816) F. aus mehrfarbigem Glas vor, 856 vurden in S. Maria u. Trastevere die Steinplatten durch nusivisch gemaltes Glas ersetzt, 930 in Reichenau kleine Rundscheiben eingesetztetc. Aber noch bis zum Jahre 1000 verden F. erwähnt, die nur durch Vorhänge (vela), Gitter transenna) od. Läden geschlossen waren. Schon um Mitte des 11.Jahrh. werden Bleifenstererwähnt. Im Profanbau ommen Glasfenster erst im 12. Jahrh. vor; F. von gefürbtem Glas zuerst 1134 in Frankreich. Gekuppelte F., sowie dreifachere.„sindim Mittelalterziemlich häufig. Die Ueberdeckung wurde ziemlich manchfach gestaltet, bald gerade, bald in Spitzbogen, Stichbogen, Rundbogen, Sternbogen, Eselsrücken etc. Mit der venetianischen Renaissance kam auch das sog. venetianische F.(Fig. 1682 vom Palastgiavaschieri in Venedig) auf. Viereckige Scheiben kommen erst im 15. Jahrh. vor; Ende des 15. Jahrh. wurden die Transom's durch die hölzernen Fensterkreuze verdrängt, im 16. Jahrh. wuchsen die Scheiben bis zu 30 em. an und kamen die Fensterschößchen u. Wiederschößchen auf. Wann die Doppelfenster (s.d.) aufgekommen sind, ist nicht genauzu bestimmen; auch jetzt noch werden dieselben nicht so allgemein angewendet, als es bei den überall steigenden Heizmaterialpreisen zu wünschen wäre. Je wärmer nun ein Zimmer erhalten wird u. je kälter es im Freien ist, desto größer ist der Wärmeverlust, u. so steht er denn im Verhältnis des Unterschiedes zwischen der Temperatur des Zimmers u. der im Freien. Durchschnittlich kann man diesen Unterschiedwährend des Winters auf 16° annehmen. Beträgt die Fläche eines F.s 1 qm., so geht durch dasselbe bei einem Tempera-n turunterschied von 16ewährend 12 Stunden so viel Wärme h verloren, daß 30 kg. eiskaltes Wasser damit zum Kochen ze gebracht werden könnten. Nun würden, um diese Menge si Wasser zum Kochen zu bringen, 2 kg. Holz erforderlich sein; :so groß ist also der Holzverlust anzuschlagen. Rechnet man auf eine Stube 4 Fenster, so gehen demnach täglich 8 Kg. Holz verloren; sind dagegen Doppelfenster angebracht, so vermindert sich dieser Verlust auf die Hälfte beitet werden, damit die äußeren Flügel durch das innere Futter hindurchgehen. Man vereinigt dabei meist die Futter beider F. zu einem Kasten und dann heißt das F. Kastendoppelsenster, s. auch d. Art. Vorkopf. Häufig werden jetzt die F. mit Rollladen od. Jalousien versehen; inwieweit bei Anlegung der F. darauf Rücksicht zu nehmen ist, wird in .Art. Jalousie, Rollladen etc. angeführt werden. Ueber die Eigenschaften eiserner F. s. im Art. Eisenbau h. Das veiter über F. noch zu Bemerkende s. in d. folg. Artikeln; hier sei blos noch erwähnt, daß für Ateliers (s. d.),für einzelne Arten der Werkstätten etc. besondere Fensterformen ich manchmal nöthig machen; s. dar. d. Art. Atelier, Werkstätte, Beleuchtung, Blendfenster, Dachfenster, Oberlicht etc.