Fensterblei, Glaserblei, n., frz. plomb m. à vitres, pl., de vitrier, engl. lead for windows, 1. Bleistreifen mit zwei Nuthen, durch welchen man zwei Fensterscheiben zusammen verbindet; der Glaser bereitet es sich aus 3 Th. Blei und 1 Th. gutem Zinn. Das F. erhält seine Form in dem Einguß, einer eisernen, aus zwei Theilen bestehenden Gußform, aus dem Groben; dann wird es in der Rinne des Futterklobens beschnitten, an einem Ende zugespitzt und in den Bleizug gebracht. Dieser besteht aus zwei Backen, welche zwischen sich eine viereckige Röhre lassen, in die von oben und unten kleine Zahnräder hineinstehen, welche sich durch Umdrehen einer Kurbel dergestalt bewegen, daß sie den Bleistab packen, fortschieben u. zugleich vermöge ihrer Zähne eine Nuth, frz. rainure, in denselben einschneiden, je nach dem verschieden verlangten Kaliber des Bleies. Die beiden Lappen oder Flügel, welche zur Seite der Nuth stehen und die Scheibe zwischen sich nehmen, heißen Feder des F.s, frz. aileron. — 2. Randblei, auch Umschlagblei oder, Umblei genannt; hat blos auf einer Seite eine Nuth, also nur zwei Federn. — 3. Karniesblei hat karniesartig verzierte Außenflächen und enthält in der Mitte einen starken Eisendraht, über welchen zwei einzelne Karniesbleie zusammengelöthet sind; dies geschieht auf dem Karnieslöthbret, welches zu diesem Behuf mit Rinnen versehen ist.