Feuersetzen, n. (Bergbau), eine der ältesten bergmännischen Arbeiten, war vor Erfindung des Pulvers bei sehr vielen Bergwerken gebräuchlich, findet gegenwärtig aber nur in weiten, mit lebhaftem Wetterzug versehenen Gruben, oder da, wo man Holz im Ueberfluß und billig hat, noch Anwendung. Holzstöße werden entweder auf eisernen Rosten oder ohne solche vor dem zu bearbeitenden Ort angezündet. Das Gestein wird durch die Hitze gelockert und für andere Gewinnungsart vorbereitet (s. d. Art. Feuereinwirkung auf die Gesteine).
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 326Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei