Filigran, frz. Hligrane, m., engl. fligree, lat. filigranum, 1. an Goldarbeiten, bes. aus Augsburg u. Venedig, häufige ornamentale Verschlingung von Golddrähten (Kla), die an einzelnen Stellen, um besseren Haltes willen, mit einander verschmolzen sind, so daß an diesen Stellen sich Körner (grana) bilden; meist ist die ganze Länge des Drahtes vorher gekörnt. —2. DasWasserzeichen im Papier, weil es durch das Drahtgeflecht der Form erzeugt wird. Verre filigrané heißt die filigranähnliche venetianische Glasarbeit aus Glasfäden.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 330Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei