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BaukunstBau-Lexikon 1881

filtriren, trs. Z., Klären einer trüben Flüssigkeit mittels Durchgießen durch Löschpapier, Gewebe, Filz oder feine Drahtsiebe; Wasser kann man auch dürch klaren Sand, durch poröse Steine od. durch Kohle f. Ueber das Filtriren der Oele s. Oel. Filz, m., 1. frz. feutre, engl. felt, lat. filtrum, findet manchfache Verwendung im Bauwesen. A. (Brunnenb.), a) zu Verdichtung der Ventile des Brunnens; b) zu Verdichtung an den Stößen eiserner oder thönerner Wasserleitungsröhren; er wird dabei vorher in heißen Talg getaucht. B. zu Filzdach, s. d. Art. Dachdeckung V. e. — 2. Eine Art Morast, welcher mit Torf durchwachsen ist; auch Moose, Möser (in Bayern), Torfmoore, Mörte (an der unteren Elbe), Rieder (in Oberschwaben) genannt. silzen, trs. Z., nennt der Maurer das Ueberreiben geputzter Flächen mit dem Filzstock (s. d.), wodurch der Putz erst die gehörige Gleichmäßigkeit erhält (s. d.). Filzstock, m. (Maurer), 15m. langes u. 10 cm. breites Bretchen, mit Filz benagelt und mit einem Handgriff versehen; dient zum Filzen (s. d.).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 330Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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