Feedfortwährend mit gutem Fließwasser gefüllt sein
TierreichBau-Lexikon 1881

fortwährend mit gutem Fließwasser gefüllt sein, das stets sowohl ab⸗ als zulaufen kann. Bei vorzunehmender Fischung muß er sogar gänzlich vom Wasser befreit werden können. Beim Abfluß ist der sogen. Mönch angebracht, d. i. eine senkrecht stehende Röhre oder auch ein hölzerner Kasten, der nach dem Teich zu eine Oeffnung besitzt, die durch ein Bretchen verschlossen werden kann, je nachdem man das Wasser hoch oder niedrig haben will. Um nun den Teich bequem fischen zu können, ist es nöthig, daß man an der Stelle, wo der Ablaßzapfen sich befindet, ein Kischbeet, engl. ish-garth, anlegt, d. h. der Teichgrund wird an dieser Stelle bedeutend vertieft, damit sich die Fische beim Ablassen des Teiches dahinziehen, auchSchutz gegen Sonne, Kälte, Raubthiere etc. finden. Außer diesem Fischbeet wird noch ein Hauptkanal, Fischgraben, Fischgerinne, mit mehreren Seitenkanälen durch den Teich gelegt. Das Fischbeet muß am Ufer mit Mauerwerk oder Holzverkleidung versehen sein. Der Boden desselben wird mit Kies beschüttet, gepflastert oder gebohlt. Fischthran, m., frz. huile f. de baleine, engl. fish-Oil, blubber, trainoil, Fett von Seefischen, dient, mit Farben gemischt, zum Anstreichen der Metalldächer statt der Oelfarbe, wird auch zu Fälschung des Leinöls gemißbraucht. Fischtrüger, m., von Laves, für Brücken etc., s. d. Art. Brücke III. S. 499 und Fig. 896. Eischwehr, n., Fischzann, Teichrechen, franz. gord, m., 6orille, f. engl. pond-grate, Wehr od. Zaun im Wasser, zum Fischfang. vomPerückenbaum od. Gerberbaum (Rhus Cotinus, Fam. Terebinthaceen, Sumachgewächse), Farbe grüngelblich, braun u. schön gelb gestreift; wird nur in kleinen Stücken erlangt, läßt sich schön bearbeiten; dient zum Gelbfärben. Eish, s., engl. (Eisenb.) auch fish-plate, die Schienenlasche; angular fish, die Winkellasche. Eishing, s., engl., 1. of beams, Seitenverstärkung der Balkenfished beam, so verstärkter Balken (s.d. 4.III. CO.c). — 2. f. Of rails (Eisenb.), Verlaschung der Schienen. Fissilier, m., frz., Papageiholz. Fistuca, f. lat., urspr. Handramme (frz. demoiselle), später auch (frz.mouton), Rammklotz der Rammmaschine. Fistula, f., Lat., Röhre (s. d.). sitten, trs. Z. (Schiffb.), die Tiefe der Bohrlöcher für hölzerne Nägel ausmessen. Fittigpfanne, k. Fittigziegel, Kittichziegel, paßstein. m. . Dachziegel I. 4; vgl. d. Art. Dachdeckung u. Antesixum. Fitting, s., engl., 1. die Ausrüstung. — 2. Die Montirung, Aufstellung. sitzen, tr. Z., s. abfitzen. bibliothek Heidelberg Hve-foiled, adj., engl., fünfblätterig s. Bogen E. 1.37. to flX, tr. V., engl.,frz. 1. xer, befestigen, anschlagen. Hxer, . a., frz., 1. fest machen, befestigen überhaupt. — 2.f. unée pierre ete., einbinden. Fixing, s.,engl., Anschlagen, Einbringen, Aufstellen etc. von Bleistiftzeichnungen erreicht man a) durch Eintauchen in Wasser, b) durch Anfeuchten der Rückseite mit Wasser, e) durch Anfeuchten mit Milch, welche aber vorher durchgeseiht werden muß, d) durch Uebergießen od. Tränken mit einer ganz dünnen Gummiarabicum-Auflösung. — 2. Von Kohlenzeichnungen, s. andampfen. — 3. Von Leimfarbe, s. Farbe. Firpunkt, m., Anhaltspunkt, frz. Point fixe, engl. fixed point, s. im Art. Feldmeßkunst. Fixtures, f. pl., s. engl., Alles, was niet⸗ u. nagelfest ist. Claak, Flack oder Flach, w., frz. Plafond, platfond, m., engl. floor, flat, bottom, span. pantoque (Schiffb.), unterster flacher Boden eines Schiffs, worauf die Bauchstücke liegen. Scharf gebaute Schiffe haben kein F. Flaake, f. Wasserb.), 1. Geflecht von Ruthen, welches man zum Schutz der Ufer gegen Wellenschlag und Abbruch im Boden mit Pfählen befestigt. — 2. Dergleichen, zu Bedeckung der Deiche statt der Soden gebraucht. flabelliforme, adj., frz., fächerförmig (s. d.). Flabellum, n., lat., 1. Fächer, Fliegenwedel. — 2. Blasebalg. flach, adj., 1. nicht sehr erhaben, von Reliefs (Flachrelief, s. v. w. Basrelief). — 2. Nicht sehr geneigt. Ueber die norhwendige Neigung flacher Dächer s. d. Art. Dach u. Dachdeckung. — 3. (Bergb.) überhaupt schräg; ein flacher Gang kann sowohl ein nur wenig steigender od. fallender sein, als auch einzwischen Stunde Hu. 12 des Bergmannskompasses streichender. Flachbogen, m., s. Stichbogen. Flachbohrer, m. frz. amorgoir, m. (Metallarb.), mit Schraubengewinde versehener stählerner Stempel, mit welchem die Schraubenmuttern vorgebohrt werden. Flachdraht, m., frz. fil m. aplati, abgeplatteter, breitgedrückter Draht. Fläche, f., 1. s. v. w. Brechhammer 2. — 2.frz. besoche, Fig. 1725. Fläche. Fig. 1726. cie, f., engl. surface, lat.superficies, die Begrenzung eines Körpers; sie entsteht durch die Bewegung einer Linie, welche nach einem bestimmten Gesetz vor sich gehend gedacht wird. Eine F. hat nur zwei Ausdehnungen, nämlich Länge und Breite, aber keine Dicke oder Tiefe. I. Die einfachste aller F.n ist die ebene F. od. Ebene, die man sich durch parallele Verschiebung eines der Schenkel eines Winkels entstanden denken kann, so daß der sich bewegende Schenkel stets den andern Schenkel schneidet. Mitunter wird der Ausdruck,Fläche“, wo es nicht zu Irrthümern Anlaß giebt, für Ebene gebraucht, wie z. B. Vierflach, Sechsflach etc. zu Bezeichnung für ein Tetraéder, Hexacder etc.; s. auch d. Art. Ebene. Eine F. heißt stetig od. kontinuirlich, wenn um jeden Punkt derselben rings herum Punkte liegen, die ihm unendlich nahe sind. Bricht dagegen die F. plötzlich ab u. zeigt Lücken, so heißt sie unstetig oder diskontinuirlich. Ein durch Linien begrenzter Theil einer innerhalb dieser Begrenzung stetigen F. heißt eine Fi gur (s. d.). Begrenzt eine stetige F. an und für sich schon einen bestimmten Theil des Raumes so daß sie einen Körper bedingt, so kann man sie eine in sich geschlossene nennen, wie z. B. die Kugelfläche; im Gegensatz ist die F. eine offene; doch kann dieselbe entweder nach allen Richtungen hin offen sein, z. B. die Ebene, oder nur theilweise, wie der Mantel eines Kreiscylinders. Hat eine F. Punkte in unendlicher Entfernung, die zu ihr gehören, so ist sie im allgemeinen eine offene, da wenigstens die ganze F. allein dann keinen Körper bedingen kann. Bei der geschlossenen F. liegen dagegen alle Punkte in endlicher Entfernung. Gehören mehrere Fin zu Umgrenzung eines Körpers, so heißt ihre Gesamtheit die Oberfläche (frz. und engl. surface, lat. superficies) des Körpers. — Ferner kann eine F. aus einem oder mehreren Zweigen oder Aesten bestehen, wobei jeder Zweig oder Ast für sich ein stetiger sein kann. — Die analytische Geometrie des Raumes lehrt, wie eine F. mittels Koordinaten bestimmt wird, s. d. Art. Koordinatensystem. Bei den gebräuchlichsten der Koordinaten, den rechtwinkligen Punktkoordinaten, wird eine F. durch eine Gleichung zwischen den allgemein gehaltenen Koordinatenwerthen ausgedrückt. Je nachdem diese Gleichung eine algebraische oder transcendente Gleichung) ist, nennt man die F.selbsteine algebraische od. transcendente; die algebraischen Fin werden dann nach dem Grad der Gleichung benannt, indem dabei dasjenige Glied der Gleichung den Grad bestimmt, bei welchem die Summe der Exponenten der darin vorkommenden Potenzen der Koordinatenwerthe die größte Zahl giebt; so sagt man, eine F. sei vom ersten, zweiten Grad etc., wenn die Gleichung der F. vom ersten, zweiten Grad etc.ist. Statt des Wortes „Grad“ bedient man sich auch der Benennung „Ordnung“. Fin des ersten Grades, der ersten Ordnung sind nur die Ebenen, zu den Flächen des zweiten Grades od.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 335Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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