Fünfblatt, v., frz. cinq-Keuille, quinte-feuille, pentagone lobé, engl. einquefoil, gothisches Maäßwerk, analog dem Dreiblatt (s. d. 1. u. 2.), aber aus der Fünf konstruirt; ebenso sind die Künfnase, frz. cing-lobe, quintelobe, engl. imperfect cinquefoil; ferner der Fünspaß, frz. fleuron, einq:-feuille ronde, engl. pentafoliating. einque-cusp. round cinquefoil (s. Fig. 1787), und der Füufschneuß ganz analog den Dreinasen, Dreipässen und Dreischneußen zu konstruiren; s. daher die betr. Art. „Fünfeck, n. frz pentagone, engl. pentagon, Figurmit fünf Seiten, fünf Ecken und fünf Winkeln. Das ebenegeradlinige Fünfe ck hat auch fünf Diagonalen, u läßt sich durch zwei Diagonalen, die von einer Ecke aus gezogen werden, in drei Dreiecke zerlegen. Alle Winkel eines solchen F.s betragen zusammen sechs Rechte. Beim regulären F. sind die Winkel u. Seiten unter sich gleichgroß; es läßt sich um u. in dasselbe ein Kreis beschreiben, u. man findet die Seite desselben, wenn der Kreis gegeben ist, mit Hülfe der Seite eines regulären Zehnecks; s. d. Art. Zehneck, od. auch direkt nach Fig. 1788: man mache mo½mb, dann X ed; so ist dx de, die Seite des Fs defgh. Ueber den Flächeninhalt eines unregelmäßigen und eines regulären F.s s. d. Art. Flücheninhalt II. unter der Rubrik für das Vieleck, indem dort für mjetzt 5 zu sotzen ist. Das sphärische Fünfeck besteht aus fünf Bogen größter Kreise der Kugel, auf welcher es beschrieben ist; ist S die Summe der fünf Winkel eines solchen in Graden, welche in diesem Fall stets größer als sechs Rechte ist, so ist die Oberfläche O, welche durch das F. begrenzt ist, für rals Radius der Kugel: 0= er Kugel: O 680 Winkelsumme in rechten Winkeln ausgedrückt wird und sein mag, wobei im allgemeinen oeine gemischte Zahl u. größer als 6 ist, u. wenn o die Oberfläche eines Oktanten