FeedGelatine
TechnikBau-Lexikon 1881

Gelatine, f. frz. gelatine, f., colle forte. 1. Feiner Leim; man unterscheidet Knochengelatine u. Hausenblasenleim. — 2. frz. papier gélatine, engl.sheet-gelatine, wirdz. B. als Schutzmittel für feine Zeichnungen verwendet. Aus feinem Leim bereitete durchsichtige Blättchen, richtiger Gelatinepapier und Hausenblasenfolie genannt. — 3. Chinesische G., pflanzlichen Ursprungs, von Fugus agar agar gewonnen, kommt in zusammengekräuselten Röhrchen in den Handel und löst sich nur in siedendem Wasser, bildet nach dem Erkalten eine weiße feste, nicht riechende u. nicht schmeckende Gallerte, die nicht klebt, daher zum Abformen feiner Modelle geeignet ist.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 413Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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