Geschwindigkeit K-Koeffizient u Umdrehungen V. des Woltmannschen des Flügels pro Sekunde m. Flügels. pro Sekunde. 0,25 0,9411 0,2656 0,30 0,/%74⁰⁰ 0,4054 0,40 0,6148 0,6506 0,50 0,5730 0,8726 1/,0 0,5311 1j„8791 2,00 0,/5263 3,8001 von v= 2. m. an bleibt K konstant II. Die Cube-Darcy (spr. Tüb-D.). Diese von Darey verbesserte Pitotsche Röhre besteht in einem schmalen hölzernen Gehäuse LL (Fig. 1879), in dessen Vertiefung sich zwei Glasröhren von ca. 0, m. Durchmesser befinden, welche oben und unten in Messingkapseln gut eingedichtet sein müssen. An dieses Gehäuse schließt sich der im Querschnitt darunter angegebene Stiefel OB und rechtwinklig hieran das Ansatzröhrchen BA. Ersterer enthält die Fortsetzung der Röhren. An der Spitze bei A ist eine feine Oeffnung von ca. 0,02 m. lichtem Durchmesser, durch welche das Wasser mit der ihm eigenthümlichen Geschwindigkeit eindringt und über das Niveau des Flußwasserspiegels in die linkseitige Glasröhre steigt. Bei der seitlichen Oeffnung A“ tritt das Wasser in die rechtseitige Röhre bis zur Höhe des Flußwasserspiegels. Mittels eines Gummischlauches G resp. durch Zuhülfenahme einer Saugpumpe, saugt man die beiden Wassersäulen gleichzeitig in die Höhe, um deren Niveaudifferenz bequem und genau ablesen zu können, schließt durch Drehung eines Hahnes F oben die Luft ab u. beobachtet die so freihängenden Wassersäulen nach ihrem Steigen oder Fallen und ihrer Oberflächendifferenz. Zum Ablesen der letzteren dient ein zwischen den Glasröhren verschiebbarer, bis zu Millimetern eingetheilter Nonius von ca. 0, m. Länge, dessen Nullpunkt man an den höheren Wasserspiegel (untere Tangente) einstellt. Am unteren Ende der Glasröhren ist eine Kammer E, welche einen durch den Hebel K zu verstellenden Hahn enthält, der das Nachdringen des Wassers verhindert, sobald man ihn rückwärts dreht. Nachdem das Instrument nach allen Seiten hin vertikal eingestellt und befestigt worden, bleibt bei der Beobachtung zunächst Fund EHgeöffnet. Nach dem Aufsaugen wird F und — sobald die Wassersäulen nicht mehr schwanken — auch E geschlossen, worauf man abliest, E wieder öffnen läßt, den Beharrungszustand abwartet, darauf E schließen läßt u. die zweite Ablesung notirt u. s. f. An einem Beobachtungspunkt im Wasser liest man je nach dem Grad der Uebereinstimmung 30—60mal ab u. nimmt davon das Mittel, nachdem man die Ablesungen je nach dem schwachen Fallen od. Steigen (vor dem Eintritt der Beharrung) zusammengestellt. Die der betr. Wassersäulendifferenz h entsprechende Geschwindigkeit v ergiebt sich aus der Forworin d der Kosffizient des Instrumentes ist, den man durch Vergleichsmessungen mit einem Woltmannschen Hydrometer (dessen Koéffizientenreihe genau bestimmt sein muß) und zur Kontrole mit mehreren Gruppen Oberflächenschwimmer ohne Umständlichkeit ermitteln kann. Zu bemerken ist hierbei noch, daß die Aufsaugung beider Wassersäulen bei allen Beobachtungen stets auf eine und dieselbe Höhe zu geschehen hat. Der Hahn F darf nur die zwei Wirkungen hervorbringen, daß er beide Röhren oben entweder zugleich verschließt od. zugleich öffnet. Auch hier empfiehlt sich für den praktischen Gebrauch, daß eine Tabelle angefertigt wird, welche die Geschwindigkeiten bei Höhenveränderungen von je 0,02 m. angiebt. Die Anwendung der Tube-Darey ist wegen ihrer gegebenen Länge (von ca. 2, m.) meist nur auf kleinere Wasserläufe beschränkt, erweist aber auch an Strömen zu Messung der Wasserspiegelgeschwindigkeit etc. vortreffliche Dienste; bes. kann man die Geschwindigkeiten hart am benetzten Umfang genau ermitteln, die man mit dem Woltmannschen Hydrometer wegen des den Flügeln zu belassenden Spielraumes nur angenähert erhält. Wenn sich nach längerem Liegen Luftbläschen im Wasser in den Glasröhren bilden, so müssen vor dem Wiedergebrauch die undichten Stellen (meist nur am oberen oder unteren Ende der Glasröhren) mit Talg, Wachs, Werg, Watte etc. verdichtet werden. III. Der Schwimmer. Der Schwimmer ist der einfachste u. zugleich zuverlässigste G. Seine Anwendung ist jedoch fast nur auf die Messung der Oberflächen- oder Wasserspiegelgeschwindigkeit beschränkt. Die noch manchfach gehörte Behauptung, daß man mittels versenkter blecherner Schwimmkugeln oder bis nahe an die Sohle reichender Stäbe die mittlere Geschwindigkeit in einer Vertikalebene erhalte, entbehrt allen Beweises. Im Gegentheil haben Vergleichsmessungen mit dem Woltmannschen Hydrometer, dessen Kosffizientenreihen genau bestimmt u. kontrolirt worden waren, ergeben, daß die Resultate der bis zur Sohle hinabreichenden (eigentlich reichen sollenden) Schwimmer nicht unbeträchtlich den wahren Werth der mittleren Geschwindigkeit übertreffen. Schon der Umstand, daß der Schwimmstab wegen seiner konstanten Länge nicht im Stande ist, der in den meisten Fällen veränderlichen Lage der Flußsohle, wo gerade die stärkste Verzögerung der Geschwindigkeit stattfindet, nahe zu bleiben, spricht gegen jene Ansicht. Wirklich genaue Resultate erzielt man daher nur bei der Messung der Wasserspiegelgeschwindigkeit. Die in Lehrbüchern angegebene Form von Schwimmern, als Kugeln oder Stäbe von Blech, ist für die Praxis zu umständlich, da man diese ihrer Kostspieligkeit wegen stets wieder auffangen lassen muß. Am geeignetsten macht sich der Praktiker seine Schwimmer einfach aus scheibenförmigen Abschnitten von starken Stangen mit 0, —0%5 m. Durchmesser (wie in Fig. 1880), in deren Mitte noch, wenn nöthig, zur besseren Uebersicht ein Drahtstift mit möglichst kleinem weißen Fähnchen eingeschlagen werden kann, od. — bei größeren Flüssen und Strömen — aus einem kurzen, je nach der Tiefe 0, —0, m. langen, ca. 0, —03 m. dicken Rundstab (Fig. 1881), den man unten mit Steinen beschwert, bis er vertikal schwimmt und nur so viel aus dem Wasser hervorragt, daß er gesehen werden kann. Ueber die Verwendung der Schwimmer s. d. folgenden Artikel. [v. W.]