FeedHufnagelmaschinen
TechnikBrockhaus 1882

Hufnagelmaschinen zur selbstthätigen Herstellung der H. sind erst in neuerer Zeit aufgekommen und noch wenig, am meisten in Amerika, verbreitet. Eine solche Maschine ist in den Fig. 3 und 4 gezeigt. Dieselbe bildet die Nägel aus gutem glühenden Draht, den sie ausschmiedet, einesteils zu Köpfen anstaucht, andernteils zuspitzt, sodann ab⸗ . und zwickt. Die Maschine trägt in ihrem obern Teil den beweglichen Dampfeylinder 6, der durch die Kanäle e und d im festen Kolben mit dem Schieberkasten UH in Verbindung steht (Fig. J). Die einzelnen glühenden Drähte werden auf den Tisch D aufgelegt, durch die oberhalb desselben sich auf und ab bewegende Vorrichtung y an dem Kopfe eingekerbt und durch einen zweiten Apparat 5fabgeschnitten; hierauf werden sie einzeln von je einer Docke gefaßt, welche zu 18 auf dem Tisch drehbar befestigt sind und durch Bewegung des gezahnten Kranzes E gedreht werden. PF wird gleichzeitig mit dem Auf⸗ und Niedergang des Cylinders im Kreise gedreht, während die Docken dadurch bei jedem Niedergang des Cylinders eine Drehung um einen Viertelkreis um sich selbst erhalten. Durch die am Cylinder und auf dem Tisch befestigten Gesenke wird jeder einzelne in die Docke eingespannte Nagel gestreckt und gezwickt. Der Stempel Vi dient zum Geradeführen des Cylinders und der Gesenke; durch die Stärke der Platte Vwerden die Schaftdimensionen des Nagels bestimmt. Ein Schneidapparat verrichtet schließlich das Abschneiden des Nagels auf die richtige Länge, wodurch derselbe zum Verkauf fertig wird.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 435Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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