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Sagen & MythenBau-Lexikon 1881

Grazien, f. pl., auch Charitinuen, Huldinnen, lat. Oharites, Gratiae, genannt, Töchter des Zeus und der Eurynome. Homer führt keine bestimmte Anzahl auf und nennt nur eine: Pasithea. Hesiod spricht bereits von drei zusammen geborenen, unzertrennlichen Schwestern: Euphrösyne (Frohsinn), Aglaia (Himmelsglanz) und Thalia (Lebensfreude); sie sind Begleiterinnen der Venus u. Gespielinnen des Eros, also Vorsteherinnen u. Pflegerinnen alles Anmuthigen und Schönen, des Anstandes, der sittlichen Schönheit, des Wohlwollens, Wohlthuns und der Dankbarkeit, mit heiterm u. schuldlosem Frohsinn gepärt; kommen daher bei Hermes, bei Baechus vor, sind den Muf en befreundet etc. Sie werden daher auch als schöne, junge, keusche Mädchen gedacht, deren ganzes Wesen Anmuth und Reiz ausprägt. Man stellt sie nackt od. leicht bekleidet, im Tanze sich umschlingend, mitunter geschmückt mit Rosen u. Myrten dar; auch wohl, nach Pindar, begleitet von dem Genius der Harmonie. Attribute sind, außer Myrten u. Rosen, auch Würfel.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 520Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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