Groteske, f. frz. und engl. grotesgue. Mit dieser erst im vorigen Jahrhundert aufgekommenen Benennung bezeichnet man abenteuerliche Verzierungen in Form von Muscheln, Schnecken, Moos, Felsentrümmern u. anderen in Grotten vorkommenden Gegenständen, Eidechsen etc., auch Stalaltiten, daher man eine Zeit lang geglaubt hat, die arabischen Zellengewölbe zu den G.n rechnen zu müssen. Aus dieser falschen Meinung der Entstehung der arabischen Verzierungen ging die ebenfalls falsche Identifizirung der Begriffe Arabeske und G. hervor; s. Arabeske. Andere leiten die Anwendung der Bezeichnung auf Ranken werk etc. davon ab, daß bei den zur Zeit Raphaels zuerst vorgenommenen Ausgrabungen antiker Gebäude die blosgelegten Gewölbe etc. grotte und daher die in denselben gefundenen ornamentalen Malereien Grottengemälde genannt wurden.