FeedGummi Bassora
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Gummi Bassora, od. Toridonnense, auch falscher Craganth, „s.d. Art. Bassora-Gummi. — 7.Berberisches Gummi, stammt pvon dem Berberei-Gummibaum (Acacia gummifera Willd.) in Mogador. Es ist ziemlich unrein und wenig geschätzt. —.8. Kap-Gummi, Gummi capense, kommt von dem Kap-Schotendorn (Acacia horrida Willd.). Es gleicht dem Senegal-Gummi, steht ihm aber an Reinheit nach. Eine andere, ebenso benannte Sorte stammt von dem Karoo-Schotendorn (Acacia Karoo Hayn.), ist jedoch etwas scharf. — 9. Kirschengummi, Gummi Cerasorum, frz. gomme de cerisier, von dem gepflegten Süßkirschenbaum „(Cerasus avium Moench., Familie Mandelgewächse, Amygdaleae) stammend, löst sich nur schwierig und unvollständig in Wasser, findet aber doch gelegentlich in der Kattundruckerei Verwendung. — 10. Elastisches Gummi, Gummi elasticum, s. Kautschuk. — 11. Elemi-Gummi, Gummi Elemi, frz. chibout, s. Elemiharz. — 12. Galam-Gummi, Gomme de Galam, s. Galam-Gummi. — 13. Gummigutti, Gummi Guttae, frz. gomme gutti, g. de gémon, g. stalagmite, engl. gamboge, a) von Gambogium oder [Cambognium, der eingedickte Saft des Guttabaumes (Hebradendron cambogioides B., Fam. Garcinieae), der in Siam u. auf Ceylon wächst, kommt in braungelben, mattglänzenden Stücken mit flachmuscheligem Bruch zu uns, ist geruchlos und giebt, in Wasser od. Weingeist aufgelöst, eine schöne, nur sehr wenig ins Grünliche stechende gelbe Saftfarbe, die von Malern häufig angewendet wird. b) Gummigutt von Mysore stammt von dem unechten Guttabaum (Hebradendron pictorium Grah., Fam. Garcinieae). — c) Amerikanisches Gummigutt, von Vismia latifolia Chois,. (Fam. Johanniskräuter, Hypericineae) in Guayana, sowie von einer ganzen Anzahl verwandter Arten derselben Gattung. Das beste wird mehr medizinisch als technisch verwendet. — 14. Javanisches Gummi. Das beste stammt von dem Poön Izang (Albizzia procera Benth., Fam. Hülsenfrüchtler, Leguminosae): es kommt dem arabischen ziemlich gleich. — 15. Wachholdergummi, Gummi juniperi, s. Sandarak. — 16. Kutiragummi, Gummi Kutera, dem Traganthgummi ähnlich und wie dieses verwendet, kommt von Malabar, Koromandel und Ceylon und stammt von dem unechten Seidenwollenbaum (Cochlospermum Gossypium D. C., Fam. Ternstroemeriaceae). — 17. Eackgummi, Gummi Laccae, fließt infolge von Insektenstichen aus den Zweigen des heiligen Feigenbaumes (Ficus religiosa L.) etc. in Ostindien u. erhärtet an der Luft zu Schellack.; s. Gummilack. — 18. Cistusgummi, Gummi Ladanum, von einigen Arten der Cistusrose (Cistus creticus, C. cyprius, Fam. Samenröschen, Oistineae), kleinen Sträuchern in Südeuropa und in der Levante, wird mehr medizinisch und zu Räucherungen benutzt, als technisch. — 19. Gummi Sbibliothek Heidelberg CFC s. Myrrhe. — 21. Pftaumengummi, Gummi nostrans, quillt aus kränkelnden Pflaumenbaumstämmen (Prunus domestica L., Fam. Mandelgewächse, Amygdaleae), sieht gelb aus und kann ähnlich verwendet werden wie arabisches Gummi. — 22. Rothes Gummi, Gummi rubrum, stammt von dem gummiliefernden Hornblattbaum (Oeratopéetalum gummiferum Sm., Fam. Cunoniacese) in Neuholland. — 23. Sassa-Gummi, Gomme de Sassa, dem Traganth ähnlich, schwitzt in großer Menge aus dem abessinischen Sassabaum (Iuga Sassa, Fam. Hülsenfrüchtler, Leguminosae) aus, dient zum Steifen und Stärken von Stoffen. — 24. Senegal-Gummi, frz. gomme du bas du fleuve, ist weiß, schwach bitterlich und wird wie das arabische Gummi verwendet. 1. Weißes Senegal-Gummi, lat. gummi album, frz. gomme du Sénégal. 4) Vom weißen Senegal— Gummibaum (Kcacia Verek. Guill., Fam. Hülsenfrüchtler, Leguminosae) wird b) auch von der Senegal-Akazie (Acacia Senegal Willd.) am Senegal gewonnen; e) eine andere Sorte kommt in geringer Menge von der Sing-Akazie in Senegambien (A. Sing. Juill.). — 2. Rothes Senegal-Gummi, kommt von ACacia Adansonii Guill. et Perr. (Fam. Hülsenfrüchtler, Leguminosae), die am Ausflusse des Senegal wächst. 25. Gummi-Tragauth. frz. gomme adragante, s. Traganth. — 26. Westindisches Gummi. von dem westindischen Gummibaume (Acacia tortuosa Willd.) auf Jamaika und St. Thomas, wird ebenfalls wie das arabische benutzt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 545Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 9

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Pflanzenreich 6