Gummiholz, n., frz. bois m. de gomme, 1. blaues, vom pfefferähnlichen Eukalyptus (Eucalyptus piperita Sm., Fam. Myrtengewächse, Myrtaceae), kommt als Nutzholz für Kunfttischlerei aus Australien in den Handel. — 2. Rothes, von der harzreichen Eukalypte (Schönmütze, Eucalyptus resinifera Sm., Fam. Myrtengewächse, Myrtaceae) auf Neuseeland; von Drechslern u. Tischlern gern verarbeitet. engl. gumac, harzi ger Milchsaft, infolge von Insektenstichen, mit einem vom e heherer Farbstoff zugleich, ausfließend. Der beste G. wird gewonnen von mehreren Bäumen Ostindiens, aus denen er infolge von Stichen der Lackschildlaus ausquillt u. erhärtet. Der meiste kommt von der heiligen Feige, ficus religiosa (s. Götzenbaum), und ihren Verwandten, ious indica ete.; anderer auch vom malabarischen Lackbaum (Butea frondosa Boxb., Fam. Hülsenfrüchtler, Leguminosae) in Ostindien, noch anderer vom Gummilackbaum (Croton laceiferum, Fam. Wolfsmilchgewächse) der Molukken. Im Handel unterscheidet man besonders vier Sorten: 1. Stocklack, franz. laque en batons, engl. stick-lac, das noch mit abgebrochenen Zweigen, den Insekten selbst etc. vermengte, völlig unpräparirte Harz, welches aus 70% Harz, 10 rothem Farbstoff und 20% wachsartigen Theilen besteht. — 2. Körnerlack, Sätlack, frz. laque en grains, engl. seed-lac, nennt man das von den Zweigen durch Abklopfen erhaltene Harz, welchem gewöhnlich durch warmes Wasser ein Theil des rothen Farbstoffes entzogen wird. — 3. Kuchen⸗ od. Klumpenlack, frz. laque en masses, engl. Ilumps-lac, nennt man das aus dem Körnerlack dargestellte Harz, welches durch eine Sodalösung des rothen Farbstoffes entledigt und dann durch Zusammenschmelzen in flache Kuchen geformtist. — 4. Schell-Lack, Schalenlack, Tafellack, frz. laque en écailles, I. plate, I. en feuilles, I. en tablettes, engl. shell⸗ lac, wird erhalten, wenn man den Körnerlack seines rothen Farbstoffes beraubt, dann in einem schlauchartigen Sack über freiem Feuer schmilzt und zu dünnen Tafeln formt. Ueber den Farbstoff des G.s s. Lacklack oder Lackdye.