Formät, im Papierhandel und in der Druckerkunst die Bezeichnung für die üblichen Papiergrößen; in neuester Zeit wird im Deutschen Reiche die Einführung bestimmter Papiergrößen in 12 Normalformaten betrieben, von denen Nr. 1 (33 42 em) zugleich das offizielle Reichsformat ist. In der Buchdruckerkunst ist F. insbesondere auch die Größenbezeichnung der Seite eines Buchs und die dem entsprechende Einteilung einer Druckform. Es kommen insbesondere folgende F. in Betracht: Folio: Seiten eines in der Mitte lang heruntergebrochenen Bogens; Quart: 8 Seiten eines der Länge und der Breite nach in der Mitte gebrochenen Bogens; Oktav: 16 Seiten eines wie Quart, dann aber noch einmal der Länge nach von oben nach unten zwischen den Seiten gebrochenen Bogens. Es gibt ferner Duodez von 24, Sedez von32, Oktodez von 36, vierundzwanziger von 48 Seiten u. s. f. Je öfter also ein Bogengebrochen wird, desto kleiner wirdsein F. resp. das der darauf gedruckten S solcher Seiten befinden sich dann auf dem Bogen. Der Buchdrucker bezeichnet ferner mit F. auch die zur Ausfüllung der leeren Räume um die einzelnen Seiten einer Druckform benutzten Holz⸗, Blei⸗ oder Eisenstege (Klötze), denen er eine Breite und Länge derart gibt, daß jede Seite ihren richtigen Platz auf dem gebrochenen Bogen erhält. Schichtenreihe, welche sich durch ihre Gesteinszusammensetzung, ihre Lagerungsweise und durch ihre Versteinerungen (Petrefakten, fossile Reste) als selbständiges, von den übrigen getrenntes Ganzes kenntlich macht. Mit Hilfe dieser Kennzeichen gliedert man die Gesamtheit der am Aufbau der Erdkruste teilnehmenden Schichtenkomplexe in eine Anzahl von F., von denen die ältesten noch versteinerungsleer sind lazoische oder archäische F.), während sich später die Reste einer von der jetzigen vollkommen abweichenden Fauna und Flora einstellen (paläozoische F.) + sich allmählich der heutigen mehr und mehr nähert (mes ozoische F.) und endlich in diese übergehen (känozoische F.). Die Aufzählung der einzelnen F. siehe u. Geognosie.