FeedFossombröne (Forum Sempronii)
ErdkundeBrockhaus 1882

Fossombröne (Forum Sempronii), Stadt und Bischofssitz in der ital. Provinz Pesaro und Urbino, an der Straße von Fano nach Rom, der alten Via Flaminia, liegt in einem schmalen Thale links am Metauro in einer reizenden Gegend. Sie hat ein Gymnasium, eine technische Mittelschule, eine Kathedrale San-Aldebrando mit alten Inschriften, mit Arkaden versehene Straßen und zählt (1881)W als Gemeinde 9120 E., die namentlich viel Seide bauen, welche unter dem Namen Seta della marca als die vorzüglichste in 3. Aus dert gilt. In der Nähe sind Mineralquellen. Aus der Römerzeit hat F. in der Entfernung von 1,5 km bei der Kirche San-⸗Martino al Piano neben mehrern andern Resten die Spuren eines Theaters und von Thoren aufzuweisen. In der Gegend um F. erlitt Hasdrubal 207 v. Chr. durch die Römer eine Niederlage. Durch die Longobarden wurde die Stadt zerstört und dann unweit der frühern Stätte in bequemerer Lage wieder aufgebaut. Vom 6. bis 10. Jahrh. lag F. in der Pentapolis, seit dem 12. in der Mark Ancona und hieß damals mittellat. Forosimfronium oder Forisimpronium.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 39Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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