FeedFräse (rz. kraise, engl. cutter)
TechnikBrockhaus 1882

Fräse (rz. kraise, engl. cutter), ein aus Stahl, seltener aus Eisen angefertigtes Werkzeug, dessen Wdaht Se mit einer mehr oder weniger großen Anzahl chneiden versehen ist, die bei der Rotation der F. eine schneidende Wirkung auf das Arbeitsstück ausüben. Die Anwendung der F. ist sowohl in der Eisen- als in der Holzbearbeitung eine sehr der Verarbeitung von El Afenbein, Horn, Hartgummi u. s. w. benutzt. — 0 Form d der F., resp. die Anzuhl und Gestalt ihrer Schneiden ist je nach der Art der zu bearbeitenden Materialien und nach [dem zu erreichenden Zweck sehr verschieden; doch kann man zwei Hauptgruppen, Metallfräsen und Holzfräsen, unterscheiden. Die Metallfräsen haben meist auf ihrer Oberfläche eine größere Anzahl Schneiden, die durch Einfeilen, Einhobeln oder Stoßen, oder auch durch Einfräsen mittels besonders hierzu angefertigter F. hergestellt werden. Eine sehr verbreitete Form der Metallfräsen, wie sie zum Bearbeiten gerader Flächen dient, ist Fig. 1. Fig. 2. Fig. 3. in vorstehender Fig. 1 gezeigt. Bei derselben sind sowohl die vordere Fläche als der Umfang mit Schneidkanten versehen. Fig. 2 zeigt eine F., wie sie zur Herstellung von Zähnen in Stirnrädern benutzt wird; Fig. 3 stellt eine solche zum Fräsen der Spiralbohrer dar. Während die Metallfräsen stets aus Stahl verfertigt werden, verwendet man zu Holzfräsen meist Schmiedeeisen, welches durch Einsetzen gehärtet wird. Größere F. stellt man jetzt sowohl für Metall- als für Holzbereitung nicht mehr aus einem Stück her, sondern setzt einzelne Messer in einen besondern Fräskopf, der einem Bohrkopf ähnlich konstruiert ist, ein.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 240Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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