FeedSägeblatt
TechnikBau-Lexikon 1881

Sägeblatt, n., Sägeklingt, k., Band, frz. Iame de scie, engl. Sa-blade, saw-Web, die so benannten, blau oder violett angelassenen Stahlstreifen sind von verschiedener Länge, die größten etwa 2 m., die kleinsten macht man gewöhnlich von Uhrfedern. Ist das S mit auf den Stoß gesetzten, d. h. mit solchen Zähnen verfehen, die ein rechtwinkliges Dreieck bilden mit der Grundlinie, so nennt man „Stoß“ die Seite, nach welcher die Spitzen der Zähne hinzeigen. Bilden die Zähne gleichschenkelige Dreiecke, so wird allerdings der leere Rücklauf vermieden, aber die Säge geht schwerer; bei großer Geschwindigkeit, wie z. B. in Sägemaschinen, läßt man einen Zahn um den andern ausfallen, bringt wohl auch noch in der Zahnlücke eine besondere Vertiefung an. DieGestalteines Schwalbenschwanzes oder auch eines Mre. haben die Zähne bisweilen bei großen Sägen. Auf der Zahnseite muß das S. etwas stälker sein, damit es sich nicht einklemme in den zu zersägenden Gegenstand, od man schränkt die Zöhne, s. d. Art. Aussetzen 2. und Fig. 302 sowie d. Art. Schränkvorrichtung. Beim Schärfen, durch Hindurchziehen einer Feile zwischen den Zähnen, beginnt man mit demjenigen Theil, der dem Griff zunächst liegt, und schärft so, daß die Feilenfläche mit dem SSR einen Winkel, Aulaufswinkel, von etwa 300, jedoch bei jedem zweiten Zahn nach einer entgegengesetzten Richtung bildet, die Feilenlänge aber horizontal liegt, während das Blatt in einer lothrechten Fläche zu erhalten ist. Dabei vergesse man nicht, jedem Zahn auch eine scharfe Spitze zu geben. Ist auf diese Einzelheiten gesehen worden, so stellt jeder Zahn einen scharfen Meißel dar, ohne zu reißen. Die englischen Sägebläiter haben unter sich gehende, sogen. Wolfszähne, sind auch etwas spröde, daher unhequem beim Schärfen; die deutschenSägen haben meist dreieckige Zähne, welche mit 60 ablaufen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 89Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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