FeedFrederikdor
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Frederikdor (d. i. goldener Friedrich, Friedrichdor) und Christiansdor (s. d.) hieß eine frühere, vor 1873 geprägte dän. Goldmünze, nach dem Namen der betreffenden Regenten, ein Stück des Pistolenfußes (Pistole), von der seit 1827 auch Doppelte hergestellt wurden. Von dieser Münze wurden nach der Verordnung vom 3. Febr. 1827 35½% Stück aus der rauhen, 391¾¼8 Stück aus der feinen hamburger-köln. Mark geprägt; ihr Gewicht war demnach 6,64 g, hre Feinheit 21½ Karat oder 895¾ Tausendteile, e gewicht 5,9502 g, ihr Wert 16 deuts he Mark 60 Pf.; die zweifachen Stücke hatten bei gleicher Feinheit und verhältnismäßigem Gewicht und Feingewicht den doppelten Wert. Von den seit 1775 und bis 1827 ausgemünzten «Christiand'oro wurden 35 Stück aus der rauhen, 381½%3 Stück aus der feinen Mark geprägt; mithin war ihr Gewicht 6,6816 g, ihre Feinheit 21½/ Karat oder 902/ Tausendteile, ihr Feingewicht 6,0320 g, ihr Wert 16 deutsche Mark 83 Pf. Nach der Einführung des ietzigen dän. Münzfußes (Kronenwährung) im J. 1873 verschwanden die F. allmählich aus dem Umlauf; sie cirkulierten früher stark in Deutschland, wo sie den nicht preuß. übrigen Pistolen gleich angenommen wurden. rederiksberg, Ort bei Kopenhagen (. d.) rederiksborg, dän. Amt im nordöstl. Seeland, zählt auf 1325,2 qkm (1880) 83347 C., darunter 13543 in den Städten: Helsingör (8978), Hilleröd (3059) und Frederikssund (1506). Der Boden ist sehr coupiert, die Anhöhen sind aber unbedeutend; Skandsebakken bei Hilleröd (78 m) und Maglehöi bei Frederiksvärk (71m) sind die bedeutendsten. Fließende Gewässer sind nur wenige vorhanden, aber viele und schöne Seen: Arre⸗, Esrom- und Gurresee im Norden; Farum⸗ und Furesee an der Südgrenze. Etwa 14 Proz. der gesamten Oberfläche ist bewaldet, Torfmoore gibt es in weiter Ausdehnung. Ganz nahe bei Hilleröd, dem Hauptorte des Amts F., Station der Linie Kopenhagen-Helsingör der Seeländischen Staatsbahnen, liegt nahe dem westl. Ufer des kleinen Frederiksborgsees auf drei Inselchen desselben das vierstöckige Schloß F., an Stelle eines ältern Baues Friedrichs II. vom Könige Christian IV. in prachtvoller holländ. Renaissance mit Türmen 1602—20 erbaut, durch Brand 17. Dez. 1859 zerstört, jetzt aber wiederhergestellt; die Schloßkirche, eine Zeit lang Krönungskirche der dän. Könige, besitzt in der reich dekorierten Betkammer treffliche neue Bilder von Prof. Bloch. Hier ward 14. Juli 1720 ein Frieden mit Schweden geschlossen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 253Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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