Fredegunde war erst die Konkubine, dann die Gemahlin Chilperichs, des fränk. Königs von Neustrien, nachdem sie dessen westgot. Gemahlin Galeswintha aus dem Wege geräumt. Die Schwester der Ermordeten, Brunehilde (s. d.), reizte, um Blutrache zu nehmen, ihren Gemahl, Siegbert von Austrasien, gegen Chilperich, seinen Bruder, zum Kriege. Siegbert war siegreich, aber im Lager zu Vitry, da ihn schon die Neustrier zu ihrem Könige ausriefen, fiel er 575 durch Meuchelmörder, die F. gesendet hatte. Brunehilde aber wurde nach kurzer Gefangenschaft zurückgeschickt nach Austrasien. Zu ihr floh Merovech, Chilperichs Sohn von seiner ersten verstoßenen Gemahlin Audovera, der mit ihr durch Prätextatus, den Bischof von Rouen, heimlich verbunden worden. Die Austrasier wiesen ihn zurück, die Einwohner von Terouanne wollten ihn sement Vater ausliefern. Diesem zog er nach einigen den Tod durch die Hand eines Dieners vor; andere geben F. die Schuld seines Todes. Auch Prätextatus fiel durch sie, ebenso samt seiner Mutter Audovera ihr anderer Stiefsohn Chlodwig, den sie arger Zauberkünste, durch die ihre drei Söhne kurz nacheinander gestorben, beschuldigte. Nach ihres eigenen Gemahls Ermordung, die ihr ebenfalls, jedoch mit Unrecht, schuld gegeben ist, stellte sie sich mit ihrem nur vier Monate alten Sohne Chlotar (II.), dessen Echtheit sie mit 300 Eideshelfern erhärtete, unter den Schutz Guntrams, Königs von Burgund. Nach dessen Tode 593 übernahm sie selbst für Chlotar die Regierung, griff, da 596 Childebert, der Sohn Brunehildes, gestorben war, diese ihre alte Feindin an und besiegte sie, starb aber bereits 597. Wredericin Stadt in Jütland, s. Friedericia. redericia (Julius), dän. Historiter, geb. 1849, Assistent an der Universitätsbibliothek zu Kopenhagen, schrieb außer Aufsätzen über dän. Geschichte in Zeitschriften eine «Polit. Geschichte Dänemarks