Frede ar wird seit Marquard Freher der unbekannte Verfasser einer großen bis 641 reichenden Zusammenfassung der allgemeinen und fränk. Geschichte genannt. Er war in Burgund zu Hause, wohl ein Romane, und schrieb um die Mitte des 7. Jahrh., indem er die ersten drei Bücher aus Julius Africanus, Hieronymus, Idatius u. a. kompilierte, das vierte mit Auszügen aus Gregor von Tours füllte und erst von 584 an, wo dieser aufhörte, in einem fünften Buche sein selbständiges Wissen niederlegte. Dieses ist freilich oft ein recht getrübtes und zwar teils durch falsche Gelehrsamkeit, wie er denn z. B. die Franken von Troja herleitet, teils aber auch durch die von F. mit besonderer Vorliebe aufgenommene volkstümliche überlieferung. Trotzdem ist er von Wert als die einzige zusammenhängend erzählende Quelle für die fränk. Geschichte der J. 584—641. zis fort bt ebenfalls unbekannte Fortsetzer führten sie fort bis 768; sie schreiben mit deutlich hervortretender karolingischer Tendenz, zum Teil geradezu auf Weisung von Karolingern. Eine neue Ausgabe des F. steht in den Monumenta Germaniaeo in Aussicht; die letzte ist von G. Monod, «Compilation dite de Frédégairey (Abbeville 1880). Eine deutsche Übersetzung lieferte O. Abel in „Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit, VII. Jahrhunderto (Berl. 1849). Vgl. Brosien, «Krit. Untersuchung der Quellen zur Geschichte Dagoberts I.5 (Gött. 1868).