FeedFreewill-Inseln
VerkehrBrockhaus 1882

Freewill-Inseln (heute Saint-David) kleiner Archipel von Koralleninseln im Großen Ocean in 0' 57“ nördl. Br. und 134 östl. L. von Greenwich, 1537 von Hernando de Grijalva entdeckt und Guedes benannt, 25. Sept. 1767 von dem Engländer Carteret besucht und nach einem Eingeborenen benannt, der Jos. Freewill (d. h. Freiwille) getauft wurde, weil er, trotz alles Abmahnens der Engländer und seiner Landsleute, das Schiff begleitete. drichemlie (ital. und span. fregata, frz. frégate, wahrscheinlich vom lat. fabricata, etwas Gezimmertes), Name kleinerer Kriegsschiffe, anfänglich (16. und 17. Jahrh.) mit nur einer Reihe Geschütze, später mit zwei Reihen, davon die eine unter, die andere auf Deck. Die F. waren nicht eigentliche Schlachtschiffe wie die Linienschiffe (s. d.), sondern hielten sich in größern Seeschlachten unter dem Winde der Linienschiffe, um diese zu unterstützen, wenn es nötig wurde, sie bei Manövrierunfähigkeit aus der Linie zu bugsieren, die Signale zu repetieren u. dgl. Die F. waren auf Schnellsegeln gebaut und versahen deshalb den Dienst als Späher und wurden einzeln oder in kleinen Geschwadern ausgesandt, um feindliche Kaper und Handelsschiffe aufzubringen. Im 19. Jahrh. wurden die F. immer größer gebaut und mit schwerern Geschützen ausgerüstet, sodaß einzelne von ihnen 60 acht- bis zehnzöllige Geschütze trugen und sehr wohl den Kampf mit Linienschiffen aufnehmen konnten. Seit Einführung der Panzerschiffe (s. d.) sind ungepanzerte F. jedoch wieder mehr zurückgedrängt und hauptsächlich für den Kreuzerdienst bestimmt. F. haben als Kreuzer immer drei vollgetakelte, d. h. mit Raaen versehene Masten, und ihr Tonnengehalt wächst bis zu 4000 Tonnen. Panzerfregatten wachsen jedoch bis 6000 Tonnen und viele neuere haben gar keine Bemastung, da sie unter Segel zu schlecht manövrieren. Panzerfregatten haben die frühern Linienschiffe völlig verdrängt und sind als Schlachtschiffe an ihre Stelle getreten. (Vgl. auch Schiff.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 257Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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