FeedFregattvogel
TierreichBrockhaus 1882

Fregattvogel (Tachypetes aquila) heißt ein großer Schwimmvogel der Tropengegenden, der durch seine erstaunliche Flugkraft von jeher die Aufmerksamkeit der Seefahrer gefesselt hat. Kopf und Hals gleichen denen eines Cormoran mit langem Schnabel, aber die Flügel sind ungeheuer lang und spitz, die Zehen mit starken Krallen bewaffnet und die Schwimmhaut zwischen denselben sehr tief ausgeschnitten und der Schwanz gabelig. Man trifft den Vogel Hunderte von Kilometern von den Küsten entfernt, hoch wie ein Adler in den Lüften schwebend und auf die Fische, besonders fliegende Fische stoßend, nie schwimmend oder tauchend, zuweilen andern Vögeln ihre Beute abjagend. Zuweilen ruht er, besonders bei Stürmen, auf den Masten und Raaen eines Schiffs, nie auf dem Wasser. Er nistet am liebsten auf Bäumen, selten auf öden Uferklippen, in einem kunstlosen, aus Zweigen und Reisern gebildeten Horste, zu dem er allabendlich zurückkehrt. Die Jungen bleiben sehr lange im Neste. Das Männchen ist schwarz mit dunkelrothem Kehlsack, das Weibchen auf der Unterseite weiß. regellä war eine der bedeutendsten Städte der Volsker (s. d.) am obern Liris (dem jetzigen Garigliano), unfern von der Mündung des Trerus (jetzt Sacco) und schon durch ihre Lage von besonderer militärischer Bedeutung. Nach Unterwerfung der Volsker legten deshalb die Römer in dieser Stadt, die in die Gewalt der Samniten geraten und von Conversations-Lexikon. 13. Aufl. VII. diesen zerstört worden war, in der Form einer lat. Kolonie eine Festung an, welche nach dem Siege der Samniten in den caudinischen Pässen von diesen 320 v. Chr. erstürmt, aber 313 von den Römern wieder gewonnen wurde. Pyrrhus nahm F. auf seinem Zuge gegen Rom 280 v. Chr. Als im Kriege mit Hannibal 209 v. Chr. ein Teil der lat. Städte sich weigerte, fernerhin Truppen — stellen, stand F. an der Spitze derer, die treu zu Rom hielten. Dagegen begann F., damals eine der bedeutendsten Städte Italiens, 125 v. Chr., weil die röm. Comitien sich weigerten, den Bundesgenossen das röm. Bürgerrecht zu verleihen, Krieg gegen Rom. Die Stadt unterlag aber, noch bevor andere Städte sich anschließen konnten, durch Verrat, und wurde seines Stadtrechts und seiner Mauern beraubt und zum Dorf gemacht. Auf einem Teile des Gebiets, unmittelbar am Einfluß des Saccus, wurde nun die röm. Kolonie Fahrataria nova, wie sie im Unterschiede von der alten Volskerstadt dieses Namens genannt wurde, errichtet, der Rest wurde unter die umliegenden Gemeinden verteilt. Erhalten sind nur geringe Ruinen der Kolonie F. beim heutigen Ceprano. F. scheint von den Römern als Arx bezeichnet worden zu sein, ein Name, wovon ein Landgut Ciceros das Arcanumo hieß und der sich im heutigen Arce erhalten hat.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 257Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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