Fritandellen (frz.), in der Kochkunst Bezeichnung für beliebig zusammengesetzte und in Butter gebratene Klößchen aus Fleischfarce. Frikassee, gedämpftes Fleisch oder feines Ragout von Kalbfleisch, Geflügel, auch Kaninchen u. s. w., mit einer hellen, etwas angesäuerten Sauce. Feittions soviel wie Reibung (s. d.). tion, engl. friction-hammer), ein Fallhammer, welcher durch zwei in entgegengesetztem Sinn umlaufende Friktionsscheiben (s. d.) bewegt wird. Friktionskalander, ein bei der Appretur baumwollener Gewebe zur Glanzgebung benutzter, durch ein Friktionsgetriebe in Bewegung gesetzter Kalander. (S. unter Kalander.) Friktionskuppelung (frz. embrayage à friction, engl. friction-clutch), s. unter Kuppelung. Friktionskuppelungsapparat, s. u. Dra htseilbahn, Bd. V, S. 5243. Friktionsrad oder Reibungsrad (frz. roue de friction, engl. friction-wheel), ein hauptsächlich bei Aufzügen, Centrifugen, Schnellbohrmaschinen, ickelapparaten u. s. w. zur Anwendung kommenr Bewegungsmechanismus, welcher zur direkten hertragung rotierender Bewegungen auf geringe itfernung dient und namentlich da Anwendung idet, wo ein sanfter, geräuschloser Gang, eine geisse Nachgiebigkeit (welche sich bei allzu großen ziderständen durch Gleiten bemerkbar macht), ichte und schnelle Ausrückung und im besondern ne allmähliche ane Geich der Bewegung der triebenen Welle bei gleichbleibender Bewegung r Antriebswelle erfordert wird. Friktionsräder älzen sich entweder mit ihrem glatten oder auch it Nuten versehenen Umfang aufeinander, oder e eine Scheibe ist als Planscheibe (Friktionsheibe) ausgeführt, auf welcher die andere (Frikonsrolles mit ihrem Umfang rollt; die letztere rt der Anordnung ist in den nachstehenden Fig. 1 nd 2 dargestellt. Die Welle weträgt die Rolle a, welche sich auf der auf der zweiten Welle wi sitzenden plangedrehten Scheibers wälzt. Bei der punktiert gezeichneten Stellung im Centrum der treibenden Planscheibe ist ihre Drehgeschwindigkeit gleich Null; sie wächst, je mehr sich die Rolle dem Umfang nähert. Die Rolle a ist mit einem Ansatz versehen, in dessen Ringnut buein Klauenhebel eingreift, mittels dessen die Verschiebung der Rolle auf der Welle w und somit die Regulierung des Ganges erfolgt. Statt der Planscheibe verwendet man bei unter spitzem Winkel sich schneidenden WellenReibungskegel (Fig. 3). Fig. 3. Der Antrieb soll stets von der Planscheibe, resp. dem Reibungskegel erfolgen, wenn die Ges chwindigkeitsveränderung proportional der Verschiebung sein soll. Friktionsscheiben und Rollen werden mit größtem Nutzen z. B. bei Centrifugen verwendet. Eine andere Art Friktionsräder sind die Keilräder (Fig. 4 u. 5), deren Kranzprofile mit keilförmigen Bahnen —— sind; die Anzahl der ineinander greifenden ten Lederplatten durch ebensolche Papierblätter ersetzt werden. Eine ganz spezielle Art der Friktionsräder sind die Lamellenräder von Brauer. Die einzelnen Lamellen sind schmiedeeiserne Ringe, beseit auf einer Grundscheibe mit Nut und Feder befestigt sind. Das Aneinanderdrücken der einzelnen Lamellen geschieht nicht durch Aneinanderdrücken der Wellen, sondern durch Anziehen einer Mutter auf der Welle des kleinern Rades, wodurch die erforderliche Verschiebung und Anpressung der einzelnen Ringe bewirkt wird. Durch diese Anordnung ist der so schädliche hohe Lagerdruck nahezu gänzlich vermieden.