Froberger (Johann Jakob), berühmter deutscher Orgelspieler, stammte aus Halle a. S.; sein Geburtsjahr ist unbekannt. Im J. 1637 war er Hoforganist in Wien und ging dann nach Rom, wo er vier Jahre lang (1637 —41) bei Frescobaldi sich zu einem der ersten Orgelmeister seiner Zeit ausbildete. Er war seit 1641 wieder Hoforganist in Wien, scheint aber in spätern Jahren eine große Wanderlust besessen zu haben. In den letzten Jahren gehörte er wahrscheinlich zum Hofhalt der Herzogin Sibylla von Württemberg, auf deren Schloß zu Heéricourt bei Montbeliard er auch 7. Mai 1667 starb. F. war ein ideenreicher Musiker; hinsichtlich der Form hielt er sich wesentlich an die Muster seines großen Lehrers Frescobaldi.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 370Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei