Frugöni (Carlo Innocenzo), ital. Dichter, geb. zu Genua 21. Nov. 1692, wurde als der jüngste unter drei Söhnen für den geistlichen Stand bestimmt. Bei ungemeiner Lebhaftigkeit des Geistes und der Einbildungskraft machte er schnelle Forts besonders in den schönen Wissenschaften. Is er 1716 in Brescia Rhetorik zu lehren anfing, .27 er u Wrosa den Ruhm eines eleganten Schriftellers in Prosa und Versen, in lateinischer sowoht als in ital. Sprache, erworben. Er stiftete daselbst eine sog. Arkadische Kolonie, in der er den Namen Comante Eginetico erhielt; allein erst in Rom erreichte sein Genius seine volle Entwickelung. Seit 1719 lehrte er zu Genua, dann zu Bologna. An dem Hofe zu Parma fand er durch des Kardinals Bentivoglio Verwendung eine ehrenvolle Aufnahme. Für seine Denkwürdigkeiten des Hauses Farnese, welche er 1729 herausgab, wurde er mit dem Titel eines Königlichen Geschichtschreibers belohnt. Nach dem Tode des Herzogs Antonio kehrte er nach Genua zurück. Jetzt fing sein Klostergelübde an ihm lästig zu werden, und nach vielen Bemühungen wurde er desselben durch Benedikt XIV. entbunden. Seine große Canzone auf die Eroberung von Oran durch die span. Truppen unter dem Befehle des Grafen Montemar und andere Gedichte, welche er zu derselben Zeit dem König Philipp V. und der Königin von Spanien überreichen ließ, fanden vielen Beifall. In seinen letzten Lebensjahren lebte er ausschließlich wieder an dem Hofe zu Parma, wo er sich nun ganz seiner Neigung zur Dichtkunst überließ, bis er 20. Dez. 1768 daselbst starb. Seine Werke erschienen zu Parma (10 Bde., 1779) und am vollständigsten zu Lucca (15 Bde., 1779), eine Auswahl zu Brescia (4 Bde., 1782) und zu Venedig (3 Bde., 1793), von Soave herausgegeben.