Gotti (Aurelio), ital. Schriftsteller, geb. in Florenz 16. März 1834, studierte zu Pisa Philologie und der st, widmete sich seit 1854 ausschließlich der Geschichte und Litteratur und wurde 1857 zum Mitglied der Akademie der Crusca ernannt, mit dem Auftrage, an ihrem Wörterbuch mitzuarbeiten. Da i m diese Stellung nicht zusagte, nahm er 1859 das Amt eines Schulinspektors an und gründete mit Buonazia und Conti die pädagogisch-litterarische Zeitschrift cLa famiglia e la scuola v, für welche er zahlreiche Beiträge lieferte. m J. 1861 wurde er von der ital. Regierung zum Direktor der Kanzlei für den öffentlichen Unterricht in Toscana, 1864 zum Direktor der Galerien und Museen von Florenz ernannt; letzteres Amt bekleidete er bis 1878. Außer vielen kleinern Schriften, Abhandlungen, Gelegenheitsgedichten u. dgl. schrieb er: Aggiunta ai proverbi toscani di Giuseppe Giustio (Siena 1854), Volgarizzamento dell' Eneide di Virgilio di Ciampolo di Meo degli Ugurgieris (Flor. 1858), Diporti d'un maestro di scuola, per saggio d'insegnamento oralen (Flor. 1860), „Giudizio e lavoro (Flor. 1871), „Storia delle gallerie di Firenze (Flor. 1872), „La vita di Michelangelo Buonarrotti o (2 Bde., lor. 1875), La vita di Vittorio Emanuele II re Italia (Flor. 1882).