FeedFucus L. (Blasentang, Seetang)
PflanzenreichBrockhaus 1882

Fucus L. (Blasentang, Seetang), Algengattung aus der Familie der Fucaceen oder Phaeosporeen. Man kennt nur wenige Arten, die der nördl. Halbkugel angehören und eine sehr weite Verbreitung, selbst bis in die Polarmeere, haben. Es sind sämtlich Meeresalgen mit 27 flachem, bandartigem, dichotom verzweigtem Thallus mit Mittelrippe, eine Differenzierung von Blatt und Stamm ist nicht vorhanden. In den Thallus sind bei den meisten Arten zahlreiche große Luftblasen eingewachsen. (S. Tafel; Algen, Fig. 10.) Die Fructifikationsorgane stehen an den Spitzen der Zweige in großer Anzahl in krugartigen Cinsenkungen (sog. Conceptacula, s. Tafel, Fig. 10). Die bekannteste und an den europ. Küsten häufigste Art ist der gemeine Blasentang, P. vesiculosus L., von dem es mehrere Varietäten gibt. Da diese Pflanze massenhaft vom Meere ausgeworfen wird, so dient sie in den Küstengegenden vielfach als Streumaterial oder auch als Dünger. Außerdem wird sie zur Jodbereitung verwendet, und zwar hauptsächlich an den Küsten Schottlands und der Normandie. (S. Jod.) Dieselbe Verwendung finden auch andere Arten, wie die an den europ. Küsten ebenfalls häufigen F. serratus L. und F. nodosus L. Früher war F. vesiculosus wegen des Jodgehalts offizinell und wurde gegen Kropf, Skrofeln u. dgl. angewandt. ucusbänke, s. Sargassomeer. uddeah, Föddi, eine Geldrechnungsstufe und frühere Kupfermünze der brit.⸗ostind. Provinz Bombay, 0 der Rupie und das Doppelte des Pie (Pei) oder Dogganey (Doggani) 4 Urdihs (Urdees, Oerrdihs) 8 Reas, Rees oder Réeis. Als der silbernen Rupie repräsentiert das F. (wenn nian die deutsche Mark zu ½ vorigen norddeutschen Thaler rechnet) seit 1824 einen Wert von 3,sdeutschen Pfennigen oder 1,9Kreuzern österr. Silberwährung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 395Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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