FeedFüllhorn (lat. cornu copiae)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Füllhorn (lat. cornu copiae), ein mit verschiedenen Gaben der Natur, wie Blumen, Früchten etc. Del Des gewöhnlich gewundenes Horn, das Symol des Reichtums und Überflusses, ist nach dem griech. Mythus das Horn der Amalthea (s. d.), oder das Horn, welches dem in einen Stier verwandelten Achelous (s. d. abgebrochen wurde. üllofen, s. unter Ofen. üllopfer hieß im mosaischen Gesetz das für die Priesterweihe vorgeschriebene Dankopfer, bestehend aus einem Widder, von welchem gewisse Fettstücke nebst Brotkuchen den zu weihenden Söhnen Aaronso in die Hände gelegt und dann auf dem Altar verbrannt wurden. Einem die Hände füllen » bedeutet soviel als: ihm etwas in die Hand geben, aber auch bildlich: ihm ein Geschäft, ein Amt übergeben, dazu bevollmächtigen, speziell zum Priestertum. F. besagt also nichts anderes als «Einweihungs- oder Einsetzungsopferv.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 405Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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