Fulvia, die Geliebte des Quintus Curius, eines Teilnehmers an der Catilinarischen Verschwörung, machte Cicero Mitteilungen über die Pläne der Verschworenen. Sie war wohl die Freigelassene eines Fulviers. — Fulvia, die berüchtigte Gemahlin des Clodius Curio und (seit 49 v. Chr.) des Antonius, trat nach Cäsars Tode in den Vordergrund, stand ihrem Gemahl im Mißbrauch der Papiete Cäsars zur Seite und unterstützte dann seine Sache in Rom, solange er gegen die Republik und Octavian Krieg führen mußte. Der Werlobung i Verständigung mit Octavian und der Verlobung dieses mit ihrer Tochter steigerte sie die Schrecken und die Zahl der Proskriptionen. Als Cicero auf Antonius Verlangen geächtet und getötet war, und dem Antonius Kopf und Hand desselben gebracht wurden, soll sie die Zunge des Getöteten noch mit Nadeln durchstochen haben. Nach der Niederwerfung der Republikaner durch Antonius und Octavian verleitete F. 41 v. Chr., wie es heißt in der Hoffnung, dadurch ihren Gemahl zu veranlassen, nach Italien zu kommen, und ihn so von Kleopatra zu entfernen, den Bruder desselben, Lucius Antonius, zum Kriege gegen Octavian; dieser Krieg endete aber schon Anfang 40 mit der Übergabe von Perusia an Octavian und dessen völligem Siege. Octavian, der ihr gleich beim Beginn der feindseligen Haltung ihres Schwagers ihre Tochter zurückgeschickt hatte, hinderte sie, da er auf Marcus Antonius noch Rücksicht zu nehmen 9er nicht, sich zu letzterm zu begeben. Da sie aber Antonius nur geschadet und nichts genützt hatte, empfing dieser sie in Athen mit Vorwürfen. Sie erkrankte auf der Rückreise und starb bald darauf, noch 40 v. Chr., in Sikyon, ein Umstand, welcher der Aussöhnung zwischen Antonius und Octavian zu statten kam. Gnäus Fulvius Centumalus kämpfte 298 v. Chr. als Konsul nach Ausbruch des zweiten Samniterkriegs in Samnium und siegte bei Bovianum. — Ein anderer Gnäus Fulvius Centumalus besiegte als Konsul 229 v. Chr. mit seinem Kollegen die 2.— Teuta in Illyrien. Quintus Fulvius Flaccus kämpfte 237 v. Chr. als Konsul mit Erfolg gegen die Bojer und unterwarf sie mit seinem Kollegen T. Manlius Torquatus in seinem zweiten Konsulat 224 v. Chr.; auch sollen diese Konsuln das erste röm. Heer über den Po in das gallis 8 Gebiet jenseit dieses Flusses Kandul haben. Im J. 212 v. Chr. zum dritten mal Konsul, besiegte er den karthag. Feldherrn Hanno, der die dem Decen jollir. bit Capua zuzuführenden Lebensmittel decken sollte, hielt dann in Verbindung mit zwei andern Heeren Capua eingeschlossen und zwang 211 v. Chr. als Prokonsul die Stadt, sich ihm und seinem Kollegen zu ergeben. In seinem vierten Konsulat, 209 v. Chr., gewann er die Lucaner und Hirpiner wieder für Rom. Gnäus Fulvius Flaccus, der Bruder des vorigen, erlitt als Prätor 212 v. Chr. eine schwere Niederlage in Apulien und mußte deshalb in die Verbannung gehen. — Quintus Fulvius Flaccus, der Sohn des Konsuls, besiegte als Prätor im diesseitigen (östl.) Spanien 182 v. Chr. die Keltiberer und zwang einen Teil derselben zur Unterwerfung (181 v. Chr.). Als Konsul besiegte er 179 v. Chr. die Ligurier. Später wurde er noch Censor. Er endete durch Selbstmord. Mareus Fulvius Flaccus, der als Konsul 125 v. Chr. die Ligurer besiegte, war einer der entschiedensten Anhänger der Gracchen. Als Konsul versuchte er den ital. Bundesgenossen das Bürgerrecht zu verschaffen, scheiterte aber damit bei der auf ihre Privilegien eifersüchtigen Bürgerschaft; dasselbe Schicksal hatte ein etwas beschränkterer Antrag derselben Tendenz, den er 122 v. Chr. mit Gajus Gracchus einbrachte, nachdem er sich, obwohl schon Konsular, nochmals zum Tribunen hatte wählen lassen. Als der neue Konsul Opimius 121 v. Chr. es unternahm, die Gracchischen Bestrebungen mit Gewalt zu unterdrücken, organisierte F. den Widerstand auf dem Aventin. Nach der Erstürmung des Aventin wurde F. mit seinem ältern Sohne ergriffen und niedergemacht. Auch sein jüngerer Sohn, der zweimal um zu verhandeln an Opimius gesandt und verhaftet worden war, wurde auf entsetzliche Weise umgebracht. — Marcus Fulvius Nobilior, der als Konsul 189 v. Chr. die Atolier besiegte, war einer der Hauptvertreter der griech. Bildung in Rom und einer der ersten, die griech. Kunstwerke nach Rom verpflanzten. — Marceus Fulvius Pätinus erfocht 305 v. Chr. als Nachfolger des im Konsulat verstorbenen Minucius mit seinem Kollegen im ersten Samnitischen Kriege den entscheidenden Sieg bei Bovianum, der den Abschluß des Friedens 304 v. Chr. zur Folge hatte. Fumagalli (Adolfo), Pianist, geb. 19. Okt. 1828 zu Inzago in Oberitalien, besuchte das Konservatorium in Mailand und fand seit 1848 auf Kunstreisen in Italien, Frankreich und Belgien außerordentlichen Beifall, starb aber schon 3. Mai 1856 zu Florenz. F. schrieb viele, auf große Fertigkeit berechnete Klavierstücke.