Gaillarde (frz., wol von Gaillard, lustiger, ausgelassener Geselle, abgeleitet), in Frankreich Bezeichnung für eine Schriftgattung von mittlerer Größe, entsprechend dem Bourgeois (s. d.); ferner ist Gaillarde (ital. Gagliarda, auch Romanesca genannt) der Name eines ältern, jetzt nicht mehr gebräuchlichen Tanzes ital. Ursprungs. Der Tanz hielt sich im /½-Takt in mäßig geschwinder Bewegung und hatte drei Reprisen von 4, S oder 12 Takten sein Charakter war ein kräftiger, energischer.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 454Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei