Gaillardia EoH., zu der Familie der Compositae und der Gruppe der Senecionideae gehörige Gattung krautiger Gewächse mit gestrahltem Blütenköpfchen, gewölbtem, s preuborstigem Fruchtboden, einem Kelche mit zwei bis drei Röhren langgespitzter Blättchen, welche länger sind als die Scheibe. Die Früchtchen sind zottig und haben eine sog. Samenkrone aus acht bis zehn grannigen Blättchen. Die in den Gärten verbreitetste Art ist die einbis zweijährige G. Drummondi 0. (G. picta Sed.) in Terar einheimisch, wo sie im Sommer bis in den späten Herbst hinein blüht. Die Blüten des Strahls sind in ihrer größern Hälfte purpurrot und an der Spitze goldgelb und die der Scheibe schwärzlich purpurn. Sie wird in den Gärten einjährig kultiviert. Bei var. Tricolor ist ein Strahl auch weiß vertreten. Aber die schönste aller von G. Drummondi abstammenden Varietäten ist die erst in der neuesten Zeit in den Handel gekommene var. Lorenziana, in der Handelsgärtnerei von Chr. Lorenz in Erfurt erzogen, in verschiedenen Farbenvarietäten, die aber im Bau alle insofern übereinstimmen, als alle Blüten des Köpfchens, die des Strahls sowohl wie die der Scheibe, sich in eine röhrige, trichterförmig erweiterte, vier⸗ bis fünfspaltige Blumenkrone umgebildet haben. (S. Tafel; Füllung der Blumen (zu Artikel: Gefüllte Blumen!, Fig. 9.) G. Drummondi, insbesondere aber var. Lorenziana eignet sich vortrefflich zur Bildung eleganter, lange blühender Blumengruppen. Einige Arten dieser Gattung sind mehrjährig. Die verbreitetste ist G. aristata Pursh., einheimisch in Nordamerika auf trockenen Hügeln der Rocky-Mountains. Die aufrechten Stengel werden bis Im hoch und tragen gelbe, mit einem purpurbraunen Ringe um die Scheibe herum geschmückte Blumen. Aus dieser Art ist infolge einer Kreuzung mit G. Drummondi der Blendling var. splendens hervorgegangen, welche weit 11 ist als letztere, und größere, lebhafter gefärbte Blumen besitzt. Diese hat ihrerseits wieder die Varietät G. grandi⸗- flora hervorgebracht, welche noch größere und schönere Blumen besitzt. Die perennierende Art läßt sich durch Wurzelsprossen und Stockteilung vermehren, während G. Drummondi durch frühzeitige Aussaat im warmen Beete fortgepflanzt werden muß.