FeedGaillon
ErdkundeBrockhaus 1882

Gaillon, Stadt im franz. Depart. Eure, Arrondissement Louviers, 15 Km im SO. von Louviers, links unfern der Seine, an der Linie Paris-Havre der Französischen Westbahn, zählt (1876) 3126 (als Gemeinde 3474) E. Hier befindet sich das Centralgefängnis für fünf Departements in dem fast ganz neu hergestellten, einst prächtigen Schlosse, welches 1497 der Kardinal Georges Amboise, als Erzbischof von Rouen Besitzer dieser alten karolingischen Festung Castellio (daher der Name Gaillon), hatte bauen lassen. Die Stadt besitzt Steinbrüche, fabriziert Bürsten, Schuhwerk, Teppiche, Bottiche, hat Säge- und Gipsmühlen, Baumwollspinnerei und Weberei.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 454Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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