FeedGangotri
ErdkundeBrockhaus 1882

Gangotri, ein brahman. Hinduheiligtum in dem Vasallenstaate Garhwal des Indobritischen Reichs, auf dem rechten Ufer des Bhagirathi-Ganga ls. Ganges), 10—15 km nordwestlich von seiner Quelle unter 30° 59 nördl. Br. und 78 59˙ östl. L. (von Greenwich), 3144 müber der See gelegen, stets von zahlreichen Wallfahrern besucht. Der Fluß erweitert sich etwas an dieser Stelle und bildet daselbst eine kleine Einbucht, an deren Rande, etwa 4 m über dem Flußspiegel, sich das wenig umfangreiche, einfach gebaute, viereckige, Em hohe Tempelgebäude befindet, welches Statuen der Ganga, des Bhagirathi und anderer, zu der Örtlichkeit in Beziehung stehender mythol. Wesen enthält. Eine Ortschaft, die den zahlreichen Wallfahrern nach diesem Heiligtume Unterkommen und Herberge bieten könnte, befindet sich daselbst nicht; dieselben müssen sich mit einem Unterkommen in den benachbarten Wäldern und in Höhlen zu behelfen suchen. Gangrän (Gangraena necrosis), s. Brand: gangraänös, brandig; gangränieren, brandig werden; Gangräneszenz (Gangränose), das Brandigwerden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 525Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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