FeedGarnier (Joseph)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Garnier (Joseph), franz. Nationalökonom, geb. 3. Okt. 1813 in Beuil (Seealpen), kam 1830 nach Paris, um sich dem Kaufmannsstande zu widmen, trat aber auf Veranlassung Ad. Blanquis in die von diesem geleitete höhere Handelsschule ein, an welcher er bald Hilfslehrer und später Professor wurde. In der Folge übernahm er auch den Unterricht in der Handelswissenschaft und Nationalökonomie in dem Collége Chaptal und der Ecole des ponts et chaussées. Im J. 1876 wurde er von seinem heimatlichen Departement zum Senator gewählt. Er starb 25. Sept. 1881. Seine litterarische Thätigkeit auf dem volkswirtschaftlichen Gebiete begann er als Mitarbeiter bei den verschiedenen größern Unternehmungen der Firma Guillaumin, namentlich des Dictionnaire du commercer (1835 —39), der «Collection des principaux économistes v, für welche er gemeinschaftlich mit Rossi die Werke Malthus' herausgab und einleitete, und besonders des „Journal des économistes v, das er 1841 mit begründet und bis zu seinem Tode als Redacteur geleitet hat. Von seinen zahlreichen selbständig erschienenen Schriften sind zu nennen: Eléments d'économie politiquen (Par. 1845; erweitert als «Traité d'éeconomie politique, 8. Aufl., Par. 1880), Notes et petits traitéso (Par. 1858), Du principe de populationo (Par. 1858), KL'association considérée au point de vue politique, sociale etc. (Par. 1863), Traité de financeso 2. Aufl., Par. 1872). G. gehörte durchaus der Say-Bastiatschen Freihandelsschule an.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 547Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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