Gaster (das), eine Landschaft im westl. Teile des schweiz. Kantons St. Gallen, südlich von Toggenburg gelegen, von Schwyz und Glarus durch den Linthkanal getrennt, umfaßt ein Gebiet von 133 qkm mit (1880) 7119 meist kath. E., deren Haupterwerbsquellen der Acker⸗ und Obstbau und die Alpenwirtschaft sind. Der westl. Teil des G. gehört der Ebene der Linth an, die sich zwischen dem Walen⸗ und dem — 4 ausbreitet; östlich davon erheben sich zwischen der Linth und der Thur die Voralpenketten des Speer (1956 m) und des Mattstockes (1951 m), die sich an die Churfirsten (s. d.) anlehnen. Die wichtigsten Ortschaften sind das Städtchen Wesen (716 C.) am Ausfluß der Linth aus dem Walensee und die Dörfer Kaltbrunn (1739 C.) und Schänis (1738 E.) in der Linthebene, die von der Linie Zürich-Rapperswyl-Chur der Vereinigten Schweizerbahnen durchzogen wird. — Mittelalter habsburg.⸗österr. Besiz, wurde das 1405 an die Grafen von Toggenburg verpfändet und 1438 an Schwyz und Glarus abgetreten, die es als 44798W5 Herrschaft verwalteten. Durch die Helvetik 1798 wurde es dem Kanton Linth, durch die Mediation 1803 dem neugegründeten Kanton St. Gallen zugeteilt, in welchem es seit 1830 einen eigenen Bezirk bildet.