Gätuler heißen bei den Alten die in den Oasen der Sahara, südlich vom Atlas und dem röm. Mauretanien, westlich von den Garamanten (s. d.) bis zur Küste hin wohnenden nomadischen Völkerschaften, welche mit den Garamanten die Hentals ren der heutigen Tuärig sind. Die G. werden als Leute von kleinerer Statur und dunklerer Haut-Ram als die Libyer im Küstenlande geschildert. amentlich gilt dies von den südlichsten Völkerschaften, welche sich mit Negern vermischt hatten. Diese hießen die schwarzen G., Melanogätuler.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 591Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei