Garamanten heißt bei den Alten (schon bei Herodot, dann bei Strabo, Plinius, Tacitus u. s.w.) ein nomadisches Volk, das in den Oasen der mittlern Sahara, östlich von den Gätulern (s. d.) wohnte, welche mit den G. zusammen die Vorfahren der heutigen Tuärig sind. Herodot erfuhr über sie einiges Thatsächliche mit Fabelhaftem gemischt in Chr. de bekannter wurden sie, als im J. 19 v. Chr. der röm. Statthalter Cornelius Balbus von Ha (lim heutigen Tripolis) aus einen Zug in die Landschaft Phazania (das heutige Fezzan, , d.) machte, wo er die Hauptstadt des Königs der G., Garama (heutzutage Dierma), plünderte. Unter Tiberius waren die G. mit dem Numidier Tarfarinas gegen die Römer verbündet. Auch nach der Beseitigung desselben wurde ihr Land nicht dauernd von den Römern besetzt, wohl aber gelangten hernach römische Kaufleute in Begleitung plündernder Garamantenfürsten bis in die südlich von der Sahara gelegenen Länder.