Gazzino (Giuseppe), ital. Schriftsteller, geb. 30. Juli 1807 in Genua, erhielt seine Vorbildung im Kollegium der Somasker, worauf er auf der Universität seiner Vaterstadt Rechtswissenschaft und Litteratur studierte. Von 1831 bis 1838 war er Hauslehrer beim Marchese Carega-Bertolini, später bei der Gräfin Francesca Pinelli. Nachdem er von 1845 an ein Stelle in einem Handelshause belleidet, wurde er 1850 zum Professor für Litteratur, Geographie und Geschichte am Collegio Nazionale, und später zum Direktor der höhern Töchterschule seiner Vaterstadt ernannt. Ein ungewöhnlich fruchtbarer Schriftsteller, hat er im Laufe von 50 Jahren eine Unzahl von Arbeiten in den hervorragendsten Zeitschriften Italiens veröffentlicht. Außerdem sind in Buchform eigene Arbeiten und übersetzungen in Prosa und in Versen von ihm erschienen. Zu den erstern gehören die prosaischen Schriften: Sommario delle istorie Liguri v (Genua 1849 u. öfter), Brevi precetti per Pepistolografiabv (Genua 1850), «Manuale di letteratura italiana (Genua 1852), La mitologia comparata alla storia (Genua 1853), Indice cronologico degli illustri Italianio (Mail. 1857); ferner die poetischen Arbeiten: &I Rivaliy (Genua 1831), «Giulietta e Romeo. Dramma listoricop (Genua 1847), Libertà e Patria. Versi» (Genua 1848), „Canzoncine sacre e morali con altre poesie di vario generev (Genua 1865), „Fede, Speranza e Carità. Parabole in versip (Genua 1867), La benedizione nuziale (Genua 1881). Unter andern übersetzungen G.s in Prosa ist zu nennen die des Fausto von Goethe (Genua 1837; 2. Aufl., Flor. 1862).