FeedGerundium
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Gerundium nennt man in der lat. Grammatik die Casusformen des sog. participii futuri passivi Ber -ndus), wenn sie gebraucht werden, um den erbalbegriff zu substantivieren, also gewissermaßen als Casus des Infinitivs, wie wir im Deutschen in solchem Falle den deklinierten Infinitiv mit dem Artikel gebrauchen, z. B. venia legendi, 4Erlaubnis des Lesens, zum Lesenov, docendo discimus, «durch Lehren lernen wir v, «eine Sache ad menv. Ist jenes Particip in r icher Weise mit einem Substantiv in gleichem Casus verbunden, so nennt man es auch Gerundivum, und es drückt dann den Begriff der Notwendigkeit aus, z. B. res addenda, aeine KuundGerde Sachev.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 860Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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