Hoflata, f. mittelalterlich-lat. für Gehöfte (s. d.). höfflich, adj. (Bergw.), s. v. w. von Hoffnung erregender Beschaffenheit, z. B. höffliches Gestein, höfflicher Gang. Haffnung, k. erscheint in allegorischer Barstellung nach antiker heidnischer Weise als edle, aber freundliche weibliche Gestalt, auf den Anker (s. d. F. 2) gestützt,; beischristlich symbolischer Darstellung aber nicht auf einen Anker, sondern auf ein Patriarchenkreuz mit Fähnlein gestützt, den Blick zum Himmel gewandt, mit der Rechten auf eine über ihr schwebende Krone deutend; bei Bemalung oder in Gemälden gebe man ihr ein grünes Gewand, mit Blumen besetzt, und den blühenden Zweig eines Fruchtbaumes in die Hand. H., Glaube, Liebe werden auch als drei Kinder der Weisheit dargestellt (s. d. Art. Sophia); H. auf Gott wird symbolisirt durch das Eichenblatt. Hofraithe, hofreite, Hofrehde, k. Hofraum, m. die Fläche, welche ein Hof (s. d. 1 und 2) einnimmt und darbietet. Hofstatt, gofstätte k. die Stelle, wo ein Hof (s. d. 2,3, 4) steht oder gestanden hat; daher auch s. v. w. Residenz. chäft, n. (Wasserb.), niederdeutsch für Hafendamm (s. d.). Hböfter, m. (Wasserb.), s. v. w. Buhne, Einbau. Hofthor, u., s. Thor. Hoe, s., engl., 1. der Schrubber, Schiffsbesen. — 2. Rührschaufel-Hogger, s. engl., das Ausguß rohr der Schachtpumpe. Hosserpump, 5., engl. (Hydr.), die Schachtpumpe. Hohe, l. (Mathem.), franz. bauteur, altitude, f., engl. height, heißt bei ebenen Figuren und bei Körpern eine Senkrechte von bestimmter Länge, welche namentlich bei der Inhaltsbestimmung dieser Gebilde eine große Rolle, spielt. So ist die H. eines Dreiecks für eine der Seiten, welche man dann die Grundlinie oder Basis nennt, die von der entgegengesetzten Spitze des Dreiecks auf diese Seite gefällte Senkrechte. Sind beide der Grundlinie anliegende Dreieckswinkel spitz, so fällt die H. in den Raum des Dreiecks; ist einer derselben ein rechter, so fällt sie mit einer Kathete zusammen, und ist einer ein stumpfer Winkel, so fällt sie außerhalb des Dreiecks. Der Flächeninhalt des Dreiecks beträgt halb so viel Quadrateinheiten, als das Produkt der in dem entsprechenden Längenmäße ausgedrückten Grundlinie und H. betrügt. Jedes Dreieck hat natürlich drei Hen, die sich in einem u. demselben Punkte schneiden. Aehnlich spricht man von der H. eines Parallelogramms, eines Trapezes, eines Kreisabschnitts, sowie von der H. bei Prisma, Cylinder, bei vollständigen und abgestumpften Pyramiden oder Kegeln, bei Kugelcalotte, Kugelzone etc.; vergl. d. Artikel über die betr. Figuren und Körper. Unter den Bestimmungsstücken einer Figur oder eines Körpers kann die H. mitgegeben sein und zählt dann wie eine Seite oder ein Winkel als einfache Angabe; o ist z. B. ein Dreieck seiner Größe und Form nach bestimmt, wenn die Grundlinie, die H. und der Winkel an der Spitze (d. h. der der Grundlinie gegenüberstehende Winkel) gegeben ist, ebenso wenn 2 H.n und die dritte Seite, oder wenn die 3 Hen bekannt sind. — 2. Ueber höhe, 1., Höhestab, Setzholz (und zwar Vorderhöhe od. Hinterhöhe) eines Fensterfutters, frz. kausse pièce, engl. stile ofa french Casement, und 3. Höhe, Höhestab oder stehender Schenkel eines Flügelrahms, franz. montant de battant, engl. Wooden mullion of à Window-valve, s. d. Art. Fenster. — 4. (Wasserb.) frz. chute, engl. likt, H. des Abfalls einer Schleuse; s. d. Art. Fall und Schleuse. — 5. Ueber die relative Höhe eines Festungswerks s. d. Art. Befestigung und Festung.