FeedFriede
Recht & StaatBau-Lexikon 1881

Friede, m., 1. Zustand des F.ns. Allegorisch wird der F. dargestellt entweder als Friedensgöttin (s. d.), od. nach Art. Anker VII. 3. — 2. Recht der Unverletzbarkeit, welches auf gewissen Gebäuden u. anderen Gegenständen haftete, die daher res sanctae, befriedete Sachen, befreite Sachen hießen, u. den zu ihnen Flüchtenden Schutz gewährten. — 3. Bezirk, auf den der F. 2 sich erstreckte, daher Bergfriede, Burgfriede, Kirchfriede (engl. churchgarth), Dingfriede; s. auch d. Art. Weichbild. — 4. Die Einfassung eines solchen Bezirks, frz. eloture, engl. olose, ital. chiusa, chiudenda; vgl. auch d. Art. Basilicani, Bewehrung, Behalt, Befriedigung, Einfriedigung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 375Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

In anderen Lexika 1

Alle Lexika nebeneinander →

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Recht & Staat 6