FeedKuldaunenkapelle
ReligionBau-Lexikon 1881

Kuldaunenkapelle, f., Kapelle für Beisetzung der Eingeweide einer berühmten Person, eines Heiligen od. dergl. kalfatern, calfatern, frz. oalfater, calfeutrer, engl. to calk, to caulk, lat. calefacere, 1. die Fugen eines Wassergefäßes, eines Schiffes etc. mit in Theer getauchtem Werg, Kalfaterwerg, u., frz. Etoupe, f., calfatage, engl. oakum, verstopfen, welches mit harten Holzkeilen od. mit dem Kalfateisen, frz. eiseau de calfat, engl. calking-iron, und dem Kalfathammer, frz. maillet de calfat, engl. calking-mallet, in die Fugen getrieben wird. — 2. Ueberhaupt einen Theerüberzug auf Holz aufbringen. Dabei ist es nöthig, daß das Holz vorher erst völlig austrockne, denn die im Holz befindliche Feuchtigkeit kann nach dem Theerüberzug nicht mehr heraus, und das Holz müßte auf diese Weise von innen verfaulen. Der Zweck des Anstrichs, das Holz möglichst vor Fäulnis zu schützen, wäre sonach sehr verfehlt. Kali. 1. m. (ind. Myth.), die zerstörende und strafende Kraft des Schiwen; wird so schrecklich wie möglich abgebildet, schwarz von Farbe, mit Flammen umgeben, mit drohend hervorstehenden Zähnen, 4, 8, 16 Armen, mit dem Dreizack und einer Menge anderer Symbole ihres Strafamtes bewaffnet. So hießen auch die Schutzgötter der Städte, deren jeder Ort seinen eigenen hatte; sie werden als Riesen mit mehreren Armen, mit Flammen auf dem Haupt und wilden Thieren zu ihren Füßen abgebildet. — 2. m., frz. Potasse, f., engl. potash (Chem.), das K. ist die Verbindung des Kaliummetalls mit Sauerstoff (Kaliumoxyd). Es findet sich in der Natur weit verbreitet, aber nur mit Säuren verbunden, also in Form von Kalisalzen, vor. Im 28 und Glimmer z. B. findet es sich als kieselsaures Kali, franz. silicate de potasse, mit den kieselsauren Verbindungen anderer Basen zu sogenannten Doppelsilikaten verbunden. Durch die Einwirkung der feuchten Luft auf solche kalihaltige Mineralien werden diese zersetzt, es wird der Verwitterungsprozeß eingeleitet, wodurch gewöhnlich das kieselsaure K., in kohlensäurehaltigem Wasser gelöst, durch mancherlei Gestein und Erdmassen sich verbreitet, häufig die Kieselsäure gegen andere Säuren vertauscht u. andere Kalisalze, namentlich schwefelsaures Kali, frz. sulftate de potasse, und Chlorkalium, salzsaures K., bildet, welche Salze dann in gewissen Schichten der Erde sich krystallinisch ablagern. Es findet sich in der fruchtbaren Ackererde in mancherlei Form und wird daraus von den Pflanzen, welchen das K. zur Nahrung dient, aufgenommen. Beim Verbrennen der Pflanzen erhält man das K. in der Asche größtentheils an Kohlensäure gebunden, als kohlensaures Kali (Potasche, frz. Carbonate de potasse). Durch Auslaugen der

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 133Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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