Kamafsieholz, n. (Bot.), ein gelbes, mit weißen Flammen geziertes Holz von großer Härte. Es ist eins der schwersten u. feinsten Hölzer der Kapkolonie, stammt von dem Kamassiebaum (Gonioma Kamassi E. Mey.; Fam. Apocynéae) und wird von Kunsttischlern und Böttchern sehr gesucht. EKamee, k. s. d. Art. Gemme und Camateu. Rameel, n., frz. chameau, m., engl. camel, s. (Schiffb.), an beiden Seiten eines Schiffes anzuhängende wasserdichte Kasten od. Schläuche, um dasselbe über Untiefen u. Sandbänke wegzuheben oder gesunkene Schiffe zu heben. brennen, oberdeutsch Chemich, Kemmich, Kämmin, offene Feuerstätte mit niedrigem Herd, der am einfachst en aus einer großen Steinplatte od. starken Metallplatte besteht, jeden K. ein besonderer Schornstein angelegt werden. Die bemerkenswerthesten Arten der Kre sind folgende: 1. Lom bardische, richtiger eigentlich altdeutsche, denn so sind die ältesten in Deutschland konstruirt, mit weit hervorragendem kegel⸗ oder pyramidenförmigen Mantel; die Oeffnung ist meist ziemlich mannshoch, der Mantel steht auf Konsolen oder sonstigen Vorkragungen, so daß die Seiten völlig offen sind und man sich unter dem Mantel um die Herdfläche herum setzen kann. — 2. Altenglische; der Schurz ruht auf einem Bogen mit Säulchen. So sind die zunächst ältesten in Deutschland u. England angelegt. 1 u. 2 gehören zu den vorspringenden K.en, frz. ch. en saihlie, engl. projecting ch. 3. Französische, frz. eh. isolée, engl. insulated ch., die ganz außerhalb der Mauer stehen; der Herd, frz. Atre, foyer, liegt 15—20 cœ6m. über dem Fußboden die Oeffnung ist niedriger als breit. Die n Gewände schneiden lothrecht mit dem Sturz ab, der K. ist also nach den Seiten hin geschlossen. — 4. Holländische, frz. ch. affleurée, liegen ganz in der Mauer, die Oeffnung E ist höher als breit. — 5. K. mit Zügen unter dem Herd,.9 neben od. hinter dem Herd. Zu diesen gehören die neuen eng⸗ L lischen K.e; die Züge sind von Eisen u. bilden samt dem Rost, h Fig. 2251. Kamin mit englischem Einsatz. wird; der Armstrong-Abbotsford, welcher die in das Innere einströmende Luft eines Ventilators wärmt, ferner Effingham 5), Chimney stove, Fig. 2254 in Vorderansicht, Fig. 2255 in Hinteransicht u. Fig. 2256 im Durchschnitt W der von Vates, Haywood u. Co. in London u. Rotterdam bezogen werden kann. — 7. Kle mit hochliegendem Rost u. Feuerkorb, ohne weiteres Eingeweide ordentlich brennt, zieht man ihn wieder vor und läßt ihn kor offen. — 10. Der Millie'sche K. mit herabschiebbarer Vorderwand, durch deren Stellung man das Feuer regu⸗ bli liren kann. Durch verschiedene Gestaltung des Luftzutritts en und der Rauchabzugsöffnungen kann man die Nachtheile zie der Kie mehr od. weniger, doch nie ganz vermeiden. Statt 3. des Rostes braucht man bei Holzfeuerung auch wohl blos ein pär Böcke, worauf die Scheite mit ihren Enden gelegt m werden und welche Kaminböcke heißen. Bei den englischen Ke Ken ist die Rückmauer des Herdes nach hinten zu trichterförmig eingezogen, um die Wärme stärker zurückzuwerfen. m. In manchen Gegenden pflegt man auch überbaute und durch eine Thür geschlossene Küchenherde sowie auch die Vorgelege (s. d.) Kamin zu nennen.