Kälte, k. Ueber die Einwirkung derselben auf die Baumaterialien s. Frost, Abfrieren und Wärme. Ueber künstliche Erzeugung von Kälte etc. s. Eisbereitung. Prüfen kann man den Stein auf das Zerfrieren erstens durch künstliche Erzeugung von hohen Kältegraden; zweitens noch, indem man eine Probe von dem Stein eine halbe Stunde in Wasser kochen läßt, das kalt mit aufgelöstem Glaubersalz gesättigt worden ist; dann lege man den Stein in ein Gefäß, dessen Boden man mit derselben Auflösung begießt, so daß der Stein nur etwa 3 mm tief darin liegt, und setzt das Gefäß an einen warmen Ort. Nach 24 Stunden wird man ihn mit schneeigen Krystallblumen bedeckt finden; nun wäscht man ihn ab, wiederholt das Verfahren noch fünfmal und sammelt bei jedesmaliger Abwaschung die abgelösten Bröckchen, aus deren Menge man auf die Frostbeständigkeit des Steines einen ziemlich sicheren Schluß ziehen kann. Man kann zu den Versuchen auch jede andere Kättemischung, frz. élange m. frigorifique, engl. fréeezing-mixture, verwenden. Dergleichen Mischungen werden jetzt sehr häufig in der chemischen Literatur vorgeschlagen, auf welche wir daher verweisen. Vergl. aber auch d. Art. Eis B. und Eiserzeugungsapparat.