FeedKeffer
VerkehrBau-Lexikon 1881

Keffer, m., 1. (Hüttenw.) kranichförmiger Baum bei einem Treibherd, auf welchem der Schwengel ruht; — 2. (Maschinenw.) mit einem Tretrad versehenes Hebewerk, — 3. ausgeseifte Zinnsteine u. Zinngraupen; — 4. kleiner Kahn, den ein Elbschiff als Boot mit sich führt. Kefferrad, n., 1. Rad an einem Keffer (s. d. I. u. 2.).— 2. (Mühlenb.) s. v. w. Wasserrad. AKegel, m., 1. franz. Cone, m., engl. cone, lat. conus (Math.). Ein Körper, welcher durch eine in einem festen Punkt sich drehende Linie entsteht, wenn diese dabei an einer ebenen Kurve hingleitet, in deren Ebene aber jener Drehpunkt nicht liegen darf, weil sonft durch die Drehung der Geraden einfach wieder eine Ebene beschrieben würde. Bei dem gewöhnlichen K. (Kreiskegel, Fig. 2804) ist die Führungskurve (Leitlinie, Direktrix) ein Kreis, u. beim geraden Kreiskegel, senkrechten K., frz. Cone droit, vertical, engl. right oder upright cone, liegt der Scheitel (Vertez) des K.s in einer im Kreismittelpunkt auf dessen Fläche errichteten Senkrechten, welche also mit der Kegelachse, ürz. ae m. du cne, engl. axis, zusammenfällt. Beim schiefen Kreiskegel, frz. Cône scalène, oblique, steht diese Achse schief auf der Kreisfläche. Jede vom Kegelscheitel in die Kegelfläche gelegte Gerade, also jede Lage Die Ebene der Führungskurven heißt Grundfläche oder Basis. Im engeren Sinn versteht man unter K. gewöhnlich den Kreiskegel. Unter der Höhe eines K.s versteht man die Länge des Perpendikels, welcher vom Scheitel auf die Grundfläche gefällt werden kann. Ist E der Flächeninhalt der Basis, h die Höhe des K.s, so ist dessen Inhalt /½ Fh; für einen Kreiskegel mit dem Radius r der Basis: / Lhx. Ist ferneres die Länge einer Seite des geraden Kreiskegels, so ists Vre + E und die Oberfläche des Kegelmantels rsx. Ueber Gegenkegel Fig. 2305 u. abgestutzten K. s. d. Artikel Abwickelung. — 2. (Wasserb.) ein mit Steinen gefüllter kegelförmiger Kasten, den man ins Wasser senkt, um dies unfahrbar zu machen, oder zur Minderung der Strömung oder des Wellenschlags. — 3. (Schloss.) bei einem Thürband der senkrechte Theil, um welchen sich das Band dreht, auch Dorn genannt; s. d. Art. Band S. 245 ersten Band. — 4. Bei Ausgrabungen läßt man Stücken Erde in Gestalt eines abgestutzten K.s stehen, um die Höhe der Ausgrabungen kontroliren zu können. Diese heißen K., Dame, Mäßhübel re. KRegelbahn, k., s. Kegelschub. Kegelband, n. (Schloss.), s. d. Art. Band VI. b.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 163Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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