Kelle, f., 1. (Maur.) frz. truelle, mauolo, span. trulla, Hana, lat. das bekannte Maurerwerkzeug, besteht aus einem dreieckigen Blech mit einem gebogenen eisernen Stiel, welö cher an einem kurzen hölzernen Handgriff befestigt ist. Die Form der Rhirn ist nicht überall gleich; die sächsische K. ist länger und spitzer als Fig. 2312. die süddeutsche and Hramhische; böhmische verjüngt sich sehr wenig u. hat vorn eine Abrundung von verhältnismäßig ziemlich großem Durchmesser etc. Zum Abputzen ist die sächsis zum Mörtelauftragen beim Mauern die böhmische. — 2. (Gieß.) frz. houlette, poche, engl. ladle, f. v. w. Gießkelle, Gießlöffel.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 166Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei