Kontraktion, f. franz. und engl. contraction, s. v. w. Zusammenziehung. Ein Wasserstrahl, der aus einer Mündung in einem Gefäß austritt, zeigt einige Zeit nach Austritt eine Zusammenziehung der Wasserelemente im Vergleich zu der Form, die er hakte, als er die Mündung verließ, weil die Elemente in konvergirenden Bahnen, bes. othek Heidelberg wenn die Gefäßwand dünn ist, durch die Mündung treten. Vollständige K. findet statt, wenn die Strahlen nach allen Richtungen hin konvergirend zur Mündung treten, wie dies bei einem Gefäß der Fall ist, wenn die Mündung in der Mitte der unteren Bodenfläche sich befindet. Unvollständige oder partielle K. hat statt, wenn nach einzelnen Seiten hin kein Konvergiren vorkommt, z. B. wenn die Mündung zwar in der untern Bodenfläche ist, aber an eine der Seitenwände stößt; noch unvollständiger, wenn die Mündung in einer Ecke der Bodenfläche statthat, wo zwei Seiten an einander stoßen. Bei vollkommener K des Wasserstrahles (bei dünner Wand) zieht sich der Strahl, in einer Entfernung gleich der halben Mündungsweite, am meisten zusammen. Ist Fder Querschnitt der Mündung, k der des am stärksten zusammengezogenen Wasserstrahles, so nennt man t/E den Kontraktionskoeffizienten; er hat in obigem Fall den Werth 0,34. Bei Mündungen in der dünnen konvergenten Wand wird dieser Koeffizient größer, in der divergenten Wand kleiner, als in der ebenen, dünnen Wand. v. Mgr.