Mündung, f., 1 (Wasserb.) frz. embouchure, f. engl. mouth, Ort, wo ein Bach, Fluß oder Kanal in einen größeren Wasserlauf einfließt; bei Flußkorrektionen ist die Richtungslinie der M. eines seitlichen Zuflusses stets unter einem spitzen Winkel anzulegen. [o. .] — 2. (Hydr.) frz. bouche, f., orifice, m., engl. opening, vordere oder obere Oeffnung eines Gefäßes, Rohres od. dgl., genauer M. in der dünnen Wand genannt, franz. orifice en mince paroi, engl. orifice in à thin plate. Bei dem Ausfluß des Wassers durch eine in einer dünnen Wand befindliche Oeffnung ist die Ausflußmenge geringer als bei freier Oeffnung, indem ein zusammengezogener (kontrahirter) Wasserstrahl gebildet wird. Wenn k der Querschnitt des zusammengezogenen Wasserstrahles ist und Fder der M., so ist hierbei nach Weisbach f 0, . F, wobei das Verhältnis /F der Kontraktionskosffizient (s. d.) genannt wird, welcher sonach bei der Berechnung für den Ausfluß des Wassers in der dünnen Wand ⸗, zu setzen ist.